«Ich hatte lässige und aufgeweckte Schüler in der Firma», erklärt Susanne Burkolter. Sie arbeitet im Schuhhaus Emch in Deitingen und hat den Schülerinnen und Schülern den Beruf des Detailhandelsfachangestellten näher gebracht. «Da wir nicht etwas anfertigen, konnten die Schüler bei uns nur bedingt praktisch arbeiten.» Sie durften aber beim Schuhverkauf zuschauen und soweit möglich mithelfen. Ausserdem wurde bei einer Betriebsführung gezeigt, wie es läuft mit der Lagerung und der Verarbeitung der Schuhe.

Wer Interesse an einer kaufmännischen Ausbildung hat, konnte sich bei Profi Pneu in Subingen umsehen. Die Firma importiert Pneus und beliefert Grossisten damit. «Die Gruppen, die wir bei uns hatten, waren sehr unterschiedlich», erklärt Martin Gürtler.

Gleich an allen drei Tagen beteiligte sich die Bohrex AG (Subingen) an den Berufserkundungstagen. Nach dem Rundgang durch die Firma durften die Schüler sich selbst betätigen. «Wir haben ihnen zuerst einige unserer Arbeitsgeräte gezeigt», erklärt Inhaber Beat Rudolf von Rohr. Fräse, und Kettensäge durften die Schüler ausprobieren. Ausserdem konnten sie selbst eine Kernbohrung ausführen. «Ich habe die Schüler als sehr interessiert und positiv erlebt. Wenn sie selbst etwas machen können, ist es sicher einfacher die Jugendlichen abzuholen», so Rudolf von Rohr.

Auch in der Schreinerei Gebrüder Frei AG in Deitingen durften sich die Schüler selbst betätigen. «Sie konnten ein Fleischplättchen herstellen», erklärt Kurt Hediger. In der Schreinerei werden jedes Jahr Lehrlinge ausgebildet. Zwischen sechs bis acht Jugendliche werden so gleichzeitig ausgebildet. Das Interesse war unterschiedlich, so Hediger weiter. Neben der praktischen Arbeit wurde den Lehrlingen die Firma gezeigt und auch der Maschinenpark.

Spezielle Anforderungen

Wer die Lehre bei Velo Steiner (Etziken) machen möchte, braucht diverse Anforderungen. In der Firma werden Velos verkauft, aber auch Bekleidung. Zudem ist eine Werkstatt angehängt. «Ich habe mit den Schülern über die Anforderungen im Betrieb diskutiert», so Thomas Steiner.

Er habe auch erklärt, wie er sich das Verhalten eines Schnupperstiftes vorstelle und worauf man bei einer Bewerbung achten solle. «Bei uns sind Sozialkompetenz und Ausstrahlung durchaus auch ein wichtiges Thema.» Steiner, der mit seinem Betrieb zum ersten Mal dabei war, zeigte sich überrascht von den Schülern, die «sehr angenehm und interessiert waren.

Eher «etwas trocken» war der Besuch auf der Gemeindeverwaltung in Deitingen. Hier konnten sich die Schüler ebenfalls die kaufmännische Ausbildung näherbringen lassen. «Was auf einer Gemeindeverwaltung genau gemacht wird, ist relativ schwierig zu erklären», meinte Christoph Lütolf. Er versuchte deshalb vor allem aufzuzeigen, wie vielfältig die KV-Ausbildung ist und welch verschiedene Richtungen man schon während der Ausbildung eingeschlagen werden können. Auch er ging auf das Bewerbungsdossier ein, das die Schüler abgeben, wenn sie eine Lehrstelle suchen. «Auf den Betrieb eingehen, bei dem ihr euch bewerbt», riet er.