Volle Busse

Am Wochenende mussten Schlittler in Gempen im Tal bleiben

Schlittelhang von Gempen hat Feierabend!

Der Schlittelhang in Gempen.

Schlittelhang von Gempen hat Feierabend!

Der Andrang war am Wochenende so gross, dass einige Postauto-Passagiere am Bahnhof in Dornach zurückbleiben mussten.

Schon der Zug war gestossen voll. Die Trams sowieso. Und im Bus wurde es dann so richtig eng. Am vergangenen Wochenende trieb es alle nach Gempen. Denn die Gemeinde ist ein beliebtes Ziel für Schlittler, gerade bei den aktuellen Schneeverhältnissen. Diese nutzte auch ein bz-Leser aus, der uns vom Samstagnachmittag berichtet: «Mein Sohn und ich gehörten zu den letzten, die noch Platz im Postauto fanden. Dort stand man dicht an dicht. Einige Familien fanden gar keinen Platz mehr und blieben am Bahnhof in Dornach zurück.»

Diese Meldung bestätigt auch Urs Bloch, Mediensprecher bei Postauto. «Grundsätzlich probieren wir immer, alle Passagiere mitzunehmen», verspricht er. Deshalb arbeite das Unternehmen mit Zusatzbussen, wenn ein grosser Ansturm erwartet wird. Und dass an einem schönen, schneereichen Wochenende viele Leute auf den Gempen strömen, weiss man bei Postauto. «Am Sonntag waren deshalb auch Verstärkungskurse im Einsatz.» Am Samstag jedoch war dies nicht der Fall. «Dass deshalb einige Passagiere zurückbleiben mussten, bedauern wir sehr.»

Nicht nur in Gempen sei das vergangene Wochenende eine Ausnahmesituation gewesen, betont Bloch. Etwa auch aus der Zentralschweiz habe es zahlreiche Meldungen von überfüllten Bussen gegeben. «Dort waren deshalb insgesamt 100 Zusatzkurse im Einsatz.»

Grundsätzlich sei man gerade in Gempen einigermassen flexibel mit Zusatzbussen, da das Depot sich in der Nachbargemeinde Hochwald befinde. «Aber so einfach, wie sich das viele Passagiere vorstellen, ist es eben doch nicht», so Bloch. Denn nicht nur die Busse müssten organisiert sein, sondern auch ein Fahrer bereitstehen.

Auch mit dem Auto wirds eng

Grossen Ansturm ist man sich in Gempen gewohnt. «Bei schönem Wetter – besonders wenn es in den tieferen Lagen Nebel hat, wie es am vergangenen Wochenende teilweise der Fall war – strömen alle zu uns in die Höhe», sagt Gemeinderat Beat Balzli. Das führe nicht nur zu überfüllten Bussen, sondern auch zu Parkplatzproblemen. «Viele Leute stellen ihr Auto einfach hin und bedenken nicht, dass es sich um Durchgangsstrassen handelt.» Immer wieder hänge auch das Postauto deshalb fest und müsse die Polizei alarmieren. Wenn Schnee und Sonne nach Gempen lockt, wirds eben eng, ob mit dem Auto oder dem Bus.

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Autor

Julia Gohl

Julia Gohl

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