Zuchwil
Am Sommerfest präsentierte die reformierte Kirche ihr neues Gesicht

An der zehnten Ausgabe des Sommerfests der reformierten Kirchgemeinde Zuchwil konnte der neu gebaute Gemeindesaal eingeweiht und von der Bevölkerung besichtigt werden.

Niccolo von Siebenthal
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Zahlreiche Besucher am Konzert der Kirchenband «One Spirit».

Zahlreiche Besucher am Konzert der Kirchenband «One Spirit».

NSL

Das Sommerfest in Zuchwil ist dafür bekannt, bei tollem Ambiente Jung und Alt zusammenzubringen. So hatte das neunköpfige OK auch in diesem Jahr sowohl mit auswärtigen Gästen wie Christian Schenker als auch der Kirchenband «One Spirit» für einen musikalischen Rahmen gesorgt.

Speziell war in diesem Jahr hingegen, dass der neue Gemeindesaal eingeweiht werden konnte, der just zur zehnten Ausgabe des Sommerfests fertiggestellt worden war. Mit Stolz und Freude stellten der Reihe nach Thomas Kopp, Präsident der Kirchgemeinde Wasseramt, Baupräsident Toni Schlup und Charles Breitenstein, Architekt des Gebäudes, ihr Projekt dem einheimischen Publikum vor. Anschliessend war es möglich, den neuen Gemeindesaal zu besichtigen.

Es sei für den Pfarrkreis Zuchwil, der dem Kirchenkreis Wasseramt angehört, stets ein Bedürfnis gewesen, die knappen Platzverhältnisse zu beseitigen, sagte Charles Breitenstein. Da es früher zwei Pfarrhäuser gab, habe der Kirchgemeinderat beschlossen, das eine zu verkaufen, um das Geld in das andere Pfarrhaus investieren zu können. 2012 sei ein Planungskredit gesprochen worden, worauf man die ersten Ideen kreiert habe, was dann ins Budget 2013 aufgenommen worden sei.

«Die gesamten Kosten des Projekts betrugen dabei rund 1,5 Millionen Franken», ergänzte Breitenstein. An der Gemeindeversammlung Ende 2012 sei der Vorschlag dann genehmigt worden, Anfang 2013 konnte man mit der Planung beginnen. Als die Kirchgemeinde im Frühsommer die Baubewilligung erhalten habe, sei dem Baustart schliesslich nichts mehr im Wege gestanden. Heute, rund ein Jahr später, seien die Arbeiten – bis auf die Umgebung – beinahe abgeschlossen.

Saal als Kirchenersatz

Nun steht noch die generelle und energetische Sanierung der Kirche auf dem Programm, was beispielsweise auch die Generalrevidierung der Orgel beinhaltet. Mit dem Anschluss an die Fernheizung der Kebag soll dafür gesorgt werden, dass ökologisch geheizt werden kann, was zuvor mit der elektrischen Heizung der Kirche nicht der Fall gewesen ist. Somit dient der Gemeindesaal vorübergehend noch als Kirchenersatz, bis im Herbst alle Arbeiten abgeschlossen sind. Momentan werden sämtliche Materialien in den neu eröffneten Saal gezügelt, sodass dort auch Gottesdienste abgehalten werden können. Die Verbindung zwischen den beiden Räumen, die beispielsweise bei Beerdigungen benötigt wird, bleibt übrigens bestehen.

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