Am Freitag nach Christi Himmelfahrt, dem sogenannten «Hagelfreitag», pilgern Gläubige aus dem Hinteren Leimental, dem Laufental und dem Lützeltal traditionell bei jedem Wetter zu Fuss nach Mariastein. Die Fusspilgergruppen, die schon zeitig aus verschiedenen Dörfern aufbrechen, feiern um 9 Uhr in der Basilika von Mariastein gemeinsam mit den Mönchen einen Pilgergottesdienst.

Bei der Bittwallfahrt am «Hagelfreitag» wird vor allem um Schutz vor Dürre, Unwetter und Hagelschlag (daher die Bezeichnung «Hagelfreitag») und um gutes Wachstum und Gedeihen in der Landwirtschaft gebetet.

«Beten mit den Füssen» am Hagelfreitag macht nach Ansicht der Wallfahrtsleitung Mariastein auch für jene Menschen Sinn, die keinen direkten Bezug mehr zur Landwirtschaft haben. Die Bittwallfahrt stärke das Bewusstsein, dass alle Menschen vom Wachsen und der Fruchtbarkeit in der Natur und damit vom Segen Gottes abhängig sind, und fördere die Haltung der Dankbarkeit für das Leben und für das Lebensnotwendige.

Aufbruch zum Bittgang nach Mariastein ist in Blauen um 7 Uhr, in Metzerlen um 8 Uhr, in Kleinlützel bereits um 5.30 Uhr. Wer von Basel oder aus dem Leimental an der Bittwallfahrt teilzunehmen möchte, kann auch mit dem Tram nach Rodersdorf fahren und sich von dort individuell betend auf den Weg machen hinauf nach Mariastein, so der Vorschlag der Wallfahrtsleitung.