Für heute sagen die Wetterfrösche knapp 30 Grad voraus. Ein Hitzetag mitten im noch jungen Frühling. Wer kann, der flüchtet «an eines der schönsten Plätzchen der Welt», ins Schwimmbad Burgäschisee. Laut Betreiber Rolf Nützi ist das Bad bereits seit 1. Mai offen. Gestern war das Seewasser einladende 20 Grad warm. Den Sprung ins kühlende Nass können Aeschisee-Fans von den drei neuen Sprungbrettern aus wagen. Neu sei auch das Abtrennungsseil für den Nichtschwimmerbereich, sagt Nützi. Geblieben seien hingegen die Eintrittspreise: 6 Franken bezahlen Erwachsene, Kinder die Hälfte.

Für das leibliche Wohl stehe der Kiosk mit Dauerhits wie Chicken-Nuggets, Pommes oder Bratwürsten bereit. «Ich kaufe die Würste nicht irgendwo ein, sondern bei einem regionalen Spezialisten», betont der gelernte Metzger Nützi.

Dank WiFi-Zone gratis ins Internet

Ebenfalls bereits offen ist das Freibad des Sportzentrums Zuchwil. «Neu ist unsere ‹Sommersaison›: Von Anfang Juni bis Ende August bleibt das Bad an den Wochentagen stets bis 21 Uhr geöffnet», sagt Sportchef Marcel Siegenthaler. Und zum Gratissurfen im Internet habe man heuer im Freibad erstmals eine WiFi-Zone geschaffen. Ein Angebot, das vor allem von den Jungen geschätzt werden dürfte. «Zudem haben wir die beliebten Wasserkurse wie Aqua-Fit ausgebaut und dazu eine erfahrene Fachfrau angestellt», sagt Siegenthaler.

Bei einem Wetterwechsel könnten die Freibadgäste neuerdings für den kleinen Aufpreis von Fr. 1.50 (Erwachsene) ins Hallenbad zügeln. «Heute rechnen wir mit dem ersten grösseren Andrang», sagt der Sportchef. Seit der Eröffnung am 5. Mai habe die Besucherzahl dem kühlen Wetter entsprochen. «Die Hundertergrenze haben wir 2012 noch nie durchbrochen.»

Eichholz heizt mit Wärmepumpe

Wetterpech haben die morgen Samstag erstmals öffnenden zwei Schwimmbäder Eichholz Gerlafingen und Messen. Etwas weniger unter dem angesagten Kälteeinbruch dürfte das Eichholz leiden. Gemäss Badmeister Roland Wälchli war das Wasser gestern bereits angenehme 22 Grad warm. «Wir heizen mit einer Wärmepumpe», räumt er sogleich ökologische Bedenken aus. Auch heuer wieder durchgeführt werde der Hit «Zeltlispass». Baden bis nach Mitternacht, Übernachten im Zelt und «feines Essen», nennt Wälchli als Stichworte. «Neues haben wir in unserem Familien- und Sportbad diesmal aber nicht anzubieten.»

Geändert hat allerdings der Wirt: Das Selbstbedienungsrestaurant wird neu von Alfons Glutz geführt. Wie er zu diesem Job gekommen ist? «Wie die Jungfrau zum Kind», antwortet der gelernte Koch aus Thörigen mit Berufserfahrung in der Lebensmittelindustrie. Zusammen mit seinem je nach Wetter bis zu 14-köpfigen Team freue er sich auf einen guten Start. Die Hoffnung stirbt zuletzt, wird sich Glutz mit Blick auf die noch lange dauernde Saison am regnerischen Eröffnungstag wohl selber trösten.

Traditionelles Mitternachtsschwimmen

Aufs Bewährte setzt das Schwimmbad Messen. «Wir sind gerüstet», sagt Badmeister Thomas Siegenthaler. Messen-Fans haben im Terminkalender längst den 31. Juli angekreuzt: «Dann findet das traditionelle Mitternachtsschwimmen mit Bar und Musik statt», freut sich Siegenthaler. Im «DiveIn» lädt Dominique Montigel mit italienischen und griechischen Spezialitäten zu kulinarischen Träumen in den Süden ein.

Vom Traum zur Realität geworden ist im Schwimmbad Mühledorf das von Müttern und Badmeisterin Silvia Weibel heiss ersehnte Sonnensegel beim Kinderplanschbecken. «Jetzt ist unser Bad noch familienfreundlicher», sagt Weibel. Allerdings müssen sich die Gäste noch etwas gedulden. «Wir öffnen erst am Auffahrtstag, 17. Mai», erklärt Weibel.

Übrigens: Die regionale Freibadsaison endet in allen Bädern «je nach Wetter» irgendwann im September.