Aetigkofen

Am Einsatz der «fremden» Zivilschützer scheiden sich die Geister

Schlossrued will keine ZSO-Fusion.Archiv/Andreas Kaufmann

Schlossrued will keine ZSO-Fusion.Archiv/Andreas Kaufmann

Die regionale Zivilschutzorganisation Solothurn regelt während des Bucheggberger Weihnachtsmarktes den Verkehr. In der Runde der Bucheggberger Gemeindepräsidentinnen und präsidenten sorgt der Einsatz der «auswärtigen» für Diskussionen.

Für den Verkehrsdienst am Bucheggberger Wiehnachtsmäret wird erneut die regionale Zivilschutzorganisation Solothurn besorgt sein. Insgesamt werden zwölf Mann im Einsatz stehen. In früheren Jahren wurde der Verkehr von der regionalen Zivilschutzorganisation Biberist/Bucheggberg/Lohn-Ammannsegg geregelt.

Nicht zuletzt auf Intervention der Vereinigung der Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten Bucheggberg (VGGB) im letzten Jahr übt diese Zivilschutzorganisation den Verkehrsdienst am Wiehnachtsmäret nicht mehr aus, da es sich um einen kommerziellen Anlass handle.

Thema war die Verkehrsregelung am Weihnachtsmarkt an der letzten VGGB-Versammlung vor zehn Tagen dennoch. So enervierte sich die Biezwiler Gemeindepräsidentin Rita Mosimann, dass in Aetigkofen wiederum eine, wenn auch «fremde», Zivilschutzorganisation zum Einsatz kommt. Es könne doch nicht sein, dass der Zivilschutz für eine solche Aufgabe aufgeboten werde und die Arbeitgeber der Zivilschützer dafür auch noch anteilmässig aufzukommen hätten.

«Einfach ein Trickli gefunden»

Der an der Sitzung ebenfalls anwesende SVP-Kantonsrat Samuel Marti (Hessigkofen) reagierte mit einem Kopfschütteln auf den Einsatz. Jetzt hätten die Veranstalter einfach ein «Trickli» gefunden, wie sie dennoch zu den Leistungen des Zivilschutzes kämen.

Der Aetigkofer Gemeindepräsident Christoph Isch, als Angehöriger einer der organisierenden Familien des Markts, bemühte sich, den Zivilschutzeinsatz ins rechte Licht zu rücken. Es handle sich um einen Wiederholungskurs für die im Verkehr eingeteilten Zivilschutzleute, die zudem ein Anrecht darauf hätten, ihre Dienstage zu leisten. «Zudem entstehen den Gemeinden überhaupt keine Kosten.»

Als «nicht unser Problem», bezeichnete der Lüterkofer Gemeindepräsident Roger Siegenthaler den Einsatz. Man habe schliesslich Nein gesagt zum Einsatz des Bucheggberger Zivilschutzes, eben weil man der Ansicht sei, dass es sich um einen kommerziellen Anlass handle.

«Nicht aus Region wegzudenken»

Martin Allemann, Leiter des Amts für Feuerwehr und Zivilschutz der Stadt Solothurn, hat diesbezüglich weniger Bedenken. Es sei zwar schon so, dass der Wiehnachtsmäret ein kommerzieller Anlass sei. Aber nicht nur, sei er doch daneben auch eine für die ganze Region nicht mehr wegzudenkende Veranstaltung», sagt er auf Anfrage. «Für unsere Verkehrsgruppe eignet sich der Wiehnachtsmäret aber vor allem als gute Trainingsmöglichkeit», so Allemann weiter.

Eine Grundbedingung für den Einsatz sei zudem, dass er für die Zivilschutzorganisation mit keinen Kosten verbunden sein dürfe. So werde das eingesetzte Material dem Veranstalter in Rechnung gestellt und auch die Verpflegung der Zivilschützer sei Sache des Veranstalters.

Was dagegen von der Allgemeinheit übernommen wird, ist der Verdienstausfall der im Einsatz stehenden Zivilschutzleistenden. Dieser wird von der Erwerbsersatzordnung getragen.

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