Oberdorf
Altersgerechte Wohnungen sollen ins Zentrum gerückt werden

Der Oberdörfer Gemeinderat genehmigte den Bauzonenplan für das Gebiet angrenzend an das Kirchenviertel. Damit können im Dorfzentrum Alterswohnungen entstehen, die nahe bei öffentlichen Einrichtungen gelegen sind.

Gundi Klemm
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Der Gemeinderat will das Gemeindehaus umnutzen.

Der Gemeinderat will das Gemeindehaus umnutzen.

Hanspeter Bärtschi

Früher glaubte man, altersgerechte Wohnungen abseits an den ruhigen Siedlungsrändern im Grünen bauen zu müssen. In Oberdorf weiss man, dass damit betagten Menschen kein Gefallen getan wird.

Deshalb plant die Gemeinde, das bestehende, erhaltenswerte Gemeindehaus mitsamt einem Annexbau und einer ins ansteigende Gelände eingefügten Tiefgarage so zu bauen, dass im Dorfzentrum in Sichtweite der Kirche Alterswohnungen entstehen können.

Gestützt auf einen Planungsbericht von Raumplanerin Susanne Asperger genehmigte der Rat einstimmig die notwendige Umzonung der Grundstücke 282 und der südlich angrenzenden Parzelle 1171 von der Zone für öffentliche Bauten in die Kernzone.

Der Gemeinderat hat...

– beschlossen, eine Fahnenträgerin oder einen Fahnenträger für die kantonale OLMA-Delegation, in der Oberdorf vertreten ist, für den 12. Oktober zu suchen;
– den Gestaltungsplan «Hälegärtli» und das GWP genehmigt;
– zu Kenntnis genommen, dass der Kostenanteil für die Sozialregion um rund vier Prozent steigt und die Region sechs zusätzliche Asylbewerbende aufnehmen wird;
– zu Kenntnis genommen, dass der kantonale Anteil an den Besoldungen der Lehrkräfte ab 2014 von 40 auf 47 Prozent steigt. (gku)

Ziel ist es, verdichtet zu bauen. Somit können in der Nähe öffentlicher Einrichtungen demnächst zonenkonform Wohnungen vornehmlich für ältere Menschen entstehen.

Vor Jahren war das Gemeindehaus durch die inzwischen nach Langendorf umgesiedelte Bank Weissenstein mitbenutzt. Geplant ist, künftig die Räume für die Oberdorfer Gemeindeverwaltung nur noch im Erdgeschoss auszubauen und das restliche Gebäude mit möglichem Anbau in Wohnungen umzuwandeln.

Das Projekt ist laut Gemeindepräsident Patrick Schlatter bereits mit dem Kanton vorbesprochen und wird jetzt zur Vorprüfung eingereicht. In der anschliessenden Auflagefrist kann jedermann, der von der Planung betroffen ist, Einsprache erheben, die der Gemeinderat als Erstinstanz behandelt.

Zudem hofft der Gemeinderat, durch Planungsvereinbarung und Gestaltungsplan auf einem südwestlich angrenzenden 1715 Quadratmeter grossen Grundstück einer Erbengemeinschaft, die auch Ausbaupläne hegt, zu einem für Oberdorf guten Ergebnis zu gelangen.

Ortsplanungsrevision auslösen?

Eine Kaufanfrage, die ein Grundstück im Besitz der Gemeinde am unteren Zipfel Richtung Langendorf betraf, setzte im Rat Überlegungen in Gang, ob eine neuerliche Ortsplanungsrevision nicht mancherlei Probleme in Oberdorf lösen könnte.

Da viele Daten in Vermessung und Planung bereits vorhanden seien, könne eine derartige Überarbeitung nicht mehr so kostspielig wie früher sein, sagte Ratsmitglied Ueli Kölliker. Eine baldige Klausurtagung aller Verantwortlichen soll zeigen, ob tatsächlich Bedarf für die Ortsplanungsrevision vorhanden ist.

Startsitzung Gondelbahn

Schon Anfang September ist die Startsitzung zwischen Bundesstellen, dem Kanton, Gemeinde und natürlich den Betreibern der künftigen Bahn auf den Weissenstein vorgesehen. An dieser Sitzung sollen unter anderem die Kompetenzen geklärt werden.

Für Oberdorf hat der bald beginnende Bau der Weissensteinbahn und der damit verbundene Lastwagenverkehr Konsequenzen. So soll der Leitungsausbau auf der Weissensteinstrasse zwischen der Einmündung Lommiswil bis zum Webernhäuschen verschoben werden.

«Wir wollen das Projekt baureif in der Schublade behalten», betonte Gemeindepräsident Schlatter dessen Aktualität.

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