Buchegg
Alte Schilder wurden versteigert, die neue Gemeinde gefeiert

Die neue Gemeinde Buchegg startete am Neujahrstag mit einem Fest in Aetigkofen. Dabei wurden die alten Ortstafeln von Aetigkofen, Aetingen, Bibern, Brügglen, Gossliwil, Hessigkofen, Küttigkofen, Kyburg-Buchegg, Mühledorf und Tscheppach versteigert.

Merken
Drucken
Teilen
Präsidentin Verena Meyer spricht zu den Einwohnern
14 Bilder
Verena Meyer spricht zu den Einwohnern
Bernhard Anderegg schenkt der neuen Gemeinde ein Bild
Die Einwohner freuen sich
Einige Ortstafeln, die nun nicht mehr benötigt werden, werden für die Versteigerung bereit gestellt
Die Versteigerung startet
Apéro der neuen Gemeinde Buchegg. Die alten Ortstafeln werden versteigert.
Wer will Küttigkofen?
Er hat Interesse an Aetigkofen
Sie legt für Gossliswil Geld hin
Der Gemeinderat Buchegg im Januar 2014.

Präsidentin Verena Meyer spricht zu den Einwohnern

Hans Ulrich Mülchi

Seit dem 1. Januar 2014 ist der Kanton Solothurn um neun Gemeinden ärmer. Die Dörfer Aetigkofen, Aetingen, Bibern, Brügglen, Gossliwil, Hessigkofen, Küttigkofen, Kyburg-Buchegg, Mühledorf und Tscheppach sind politisch zur Fusionsgemeinde Buchegg zusammengewachsen. Manch ein Bucheggberger dürfte sein Feuerwerk zum Jahreswechsel in Gedanken an diesen aussergewöhnlichen Moment abgebrannt haben.

Am Neujahrstag feierten die Bewohner der neuen Gemeinde diesen Neustart in der Mehrzweckhalle von Aetigkofen. Die zehn Gemeinderäte halfen am Anlass tatkräftig mit und servierten Käseplatten aus der Käserei Buchegg und Fleischplatten.

Zwei Ortstafeln geklaut

Der Höhepunkt des Apéros war die Versteigerung der alten Ortstafeln. Diese wurden noch im alten Jahr von Gemeinderat Guido Frenzer und Kommissionsmitgliedern ausgetauscht. Nun prangt auf den Schildern der Name des jeweiligen Ortsteils mit dem Zusatz «Gemeinde Buchegg». 38 Tafeln waren zu demontieren, je eine von Bibern und Gossliwil waren aber bereits geklaut worden.

Immerhin: Jene von Bibern tauchte wieder auf. «So gelangten 37 Ortstafeln zur Versteigerung», berichtet Gemeinderat Roger Kaufmann, der den Anlass in Aetigkofen zusammen mit den Ratsmitgliedern Samuel Marti und Anita Thomi organisiert hatte. «Dank der wirklich guten Stimmung konnten alle versteigert werden.»

Das mindeste Angebot betrug 50 - was aber immer überboten wurde - das höchste 300 Franken; so kamen total 4280 Franken zusammen. «Das Geld kommt in die Kasse der Kultur- und Sportkommission und soll der Bevölkerung zugutekommen. Für welchen Zweck ist aber noch offen.»

Im besten Fall könnte die Summe noch um 300 Franken ansteigen. Diesen Preis verlangt nämlich die Gemeinde für das gestohlene Schild von Gossliwil. «Der Dieb - oder die Diebin - kann diesen Preis einbezahlen und das Schild dann behalten», wurde an der Versteigerung gesagt. Andernfalls wird am kommenden Montag, 6. Januar, Anzeige gegen unbekannt eingereicht. (crs/wak)