Noch ein allerletztes Mal konnten die Aetigkofer im kleinen Rahmen Beschlüsse fassen, bevor die Gemeinde per 2014 mit neun anderen fusioniert. Nötig geworden war die ausserordentliche Gemeindeversammlung am Dienstag, weil Aetigkofen vergangenes Jahr entschieden hatte, für rund 350 000 Franken ein Glasfasernetz zu bauen. Dabei werden die Leitungen bis in die Häuser verlegt. Das System nennt sich FTTH (fibre to the home).

Für Gemeindepräsident Christoph Isch ist die grosse Bandbreite für ländliche Gemeinde durchaus ein Standortvorteil. Demnächst sind die Leitungen gebaut und bis im Frühling sollen die Glasfasern auch an den Hauptanschluss angebunden sein. Weil sich auch Lüterswil-Gächliwil an das schnelle Internet anschliesst, wird eine transparente Abrechnung der Geldflüsse schwierig – zumal Aetigkofen in der Gemeinde Buchegg aufgeht.

Deshalb hat das kantonale Amt für Gemeinden vorgeschlagen, eine öffentlich-rechtliche Anstalt zu gründen. «Aufgabe ist es, das Netz zu betreiben und zu unterhalten, damit wir auch in Zukunft davon profitieren können», sagte Gemeindepräsident Christoph Isch. Auch die Verwaltung soll so vereinfacht werden. Die 20 Stimmbeteiligten genehmigten die Statuten der Bucheggberg-Net (so der Name der Gesellschaft) einstimmig.

Bucheggberg-Net wird mit einem Kapital von 300 000 Franken dotiert. Im Fall eines Konkurses sind die beiden Gemeinden verpflichtet, Geld nachzuschiessen. Die Rechnung und der Revisionsbericht müssen jeweils den beiden Gemeindeversammlungen vorgelegt werden. Die Gemeinderäte werden die Mitglieder des fünfköpfigen Verwaltungsrates wählen, davon zwei aus Lüterswil und drei aus Buchegg.