Budget

Abschreibungen entlasten die Luterbacher Rechnung

Luterbach hat als erste Gemeinde beschlossen, den nächsten Schritt im Fusionsprojekt zu machen.

Der Ertragsüberschuss viel heuer auch in Luterbach höher aus als budgetiert.

Luterbach hat als erste Gemeinde beschlossen, den nächsten Schritt im Fusionsprojekt zu machen.

Auch in Luterbach haben höhere Steuereinnahmen zu einer guten Rechnung 2013 geführt. Weil der Ertragsüberschuss höher als budgetiert ausfiel, wurden, wenn immer es möglich war, zusätzliche Abschreibungen getätigt.

«Die Rechnung 2013 ist sehr erfreulich.» Kurt Hediger (Ressort Finanzen) wurde an der Gemeinderatssitzung am Montagabend trotzdem nicht euphorisch. 580 000 Franken werden zusätzlich abgeschrieben, 291 000 Franken werden dem Eigenkapital gutgeschrieben.

Auch in Luterbach haben vor allem höhere Steuereinnahmen zum guten Ergebnis beigetragen. Bemerkenswert ist für Hediger, dass dies sowohl bei den natürlichen als auch den juristischen Personen so ist.

«Wir sind nicht mehr von einer einzigen Firma abhängig.» Zusätzlich habe man vom Finanzausgleich und höheren Beiträgen für den Kindergarten profitiert. Nicht gut ist laut Hediger allerdings der Selbstfinanzierungsgrad, der 2013 bei 58 Prozent liegt.

«Bisher konnten wir alle Ausgaben, rund drei Millionen an Rechnungen sind bisher da, für das Schulhaus selbst bezahlen. Der Moment wird aber kommen, an dem wir Fremdgeld aufnehmen müssen, was dann wiederum Zinsen kostet.»

Finanzverwalter Reto Frischknecht war erfreut, dass die Gemeinde die Ausgaben so gut im Griff hat. «Nur im Bereich Soziales ist das Budgetieren nach wie vor sehr schwierig.» Die Gemeinde habe in den letzten Jahren konsequent zusätzliche Abschreibungen getätigt, wenn das möglich war, erklärte Gemeindepräsident Michael Ochsenbein. «Das entlastet unsere Rechnung spürbar».

Die Laufende Rechnung schliesst bei Einnahmen von 17,794 Mio. Franken und Ausgaben von 17,086 Mio. Franken mit einem Ertragsüberschuss von 291 724 Franken. Die Bruttoausgaben in der Investitionsrechnung betragen 3,405 Mio. Franken.

Damit liege man etwas über dem Budget, so Frischknecht. Das liege auch daran, dass nicht alle Investitionen immer auch in dem Jahr abgerechnet werden, in dem sie budgetiert sind. So werde die Rechnung 2013 mit einigen Beträgen von Projekten belastet, die 2011 oder 2012 genehmigt wurden.

Circus Gasser nicht willkommen

Der Circus Gasser Olympia wollte im Juli sein Zelt in Luterbach aufschlagen. Der Gemeinderat hat aber keine Spielbewilligung erteilt. Das Gesuch komme relativ kurzfristig. Ausserdem habe Luterbach seinen «eigenen Nationalzirkus», wie es Michael Ochsenbein formulierte. Seit Jahren ist nämlich immer der Zirkus Monti im Herbst zu Gast. Ein Zirkus sei genug, fand die Mehrheit des Gemeinderates.

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