Papierfabrik Biberist
Abschied von der Papierfabrik mit vielen Besuchern

Das Interesse an der stillgelegten «Papieri» Biberist war gross. Der neue Besitzer des Fabrik hat im Regionalfernsehen Tele M1 auch sogleich angekündigt, dass mit vielen kleinen Nutzern die Papierfabrik umgestaltet werden würde.

Agnes Portmann-Leupi
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Papierfabrik in Biberist wird geschlossen - letzter Besuch
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Papierfabrik Biberist

Isabel Mäder

Bereits am Freitag bevölkerten rund 300 Oberstufenschüler mit ihren Lehrpersonen die riesige Halle mit der Ausstellung rund um die Papierfabrik, welche das Leben und Arbeiten im Dorf beinahe 150 Jahre prägte. Interessiert füllten die Jugendlichen ihre Fragebogen zu den Porträts der ehemaligen Mitarbeiter und zur Geschichte aus. Sie falteten und schöpften Papier und informierten sich im Film «Papier mit Herz» über den Papierherstellungsprozess. An Ideen fehlte es den Schülern nicht, würde das leer stehende Areal ihnen gehören. Mit Kartbahn, Einkaufszentrum für Mode samt Wellnessbereich, Fussballstadion und Jugendbegegnungszentrum bekundeten sie ihre Wünsche.

Über 500 Personen wurden gestern Samstag bereits um 12 Uhr gezählt. Das Angebot zum Sehen, Hören, Mitmachen und Geniessen war schier unendlich; in der Ausstellung etwa von den Musiknoten des Jubiläumsmarsches der Papierfabrik über Bilder, Dokumente, Filme bis hin zur Foto des FC in Leibchen mit Biberaufdruck. Viele Besucher konnten ihre Wehmut nicht verbergen. Denn entweder hatten sie selber hier gearbeitet oder aber Freunde und Verwandte. Der Film vom «letzten Tambour» an der PM 6, datiert mit 19. 8. 2011 und mit Foto der entlassenen Mitarbeiter, verstärkte das Empfinden. Berührt beschrieb OK-Präsidentin Gabriella Kaufmann die Emotionen in den Gesichtern von ehemaligen Mitarbeitern, die sich frühmorgens eingefunden hatten. Sie freute sich, dass die Umsetzung der anfänglich zaghaften Idee des OK nun Begeisterung fand.

Interesse erweckte das einzigartige Triptychon von Hans Berger aus den 1930er-Jahren mit Beleuchtung des Fabriklebens. Einblick in den Riesenbau der PM 9, die mit der PM 6 besichtigt werden konnte, gewährte der Multivisionskubus. Die Ausrufe des Staunens gehörten dem Film vom alten und jetzigen Dorf Biberist. Die Industriegeschichte veranschaulichten diverse Referenten. Hiag Immobilien als neue Eigentümerin des Areals und Partnerin der Papieri-Tage stellte sich den zahlreichen Fragen.

In der Festwirtschaft offerierte die Gugge «Ventil-Blöterler» Raclette, Kuchen und Getränke. Viel Applaus erhielt die «Papieri-Musig», die jeweils an Firmenanlässen und Generalversammlungen die Gästeschar erfreute. «Für den Jubilarenabend 2011 hatten wir bereits geübt, als die Hiobsbotschaft kam», erzählte Dirigent Bernhard Ingold. Umso grösser war die Freude, nochmals in der Fabrik aufspielen zu dürfen.

Papieri-Tage: Heute Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Infos unter www.biberist.ch. Alphorn-Konzert um 10.30 Uhr mit Eliane Burki.

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