Hessigkofen
70 000 Franken für den Begegnungsplatz beim Weiher

Die Bevölkerung soll sich künftig beim Weiher treffen können. Vieles sei dort schon vorhanden und mit einigen Neuerungen könnte der Ort zu einem schönen Treffpunkt werden.

lea Reimann
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70 000 für Begegnungsplatz in Hessigkofen. (Symbolbild)

70 000 für Begegnungsplatz in Hessigkofen. (Symbolbild)

«Wir möchten den Weiher zu einem Begegnungsort für Jung und Alt machen», erklärte Niklaus Bolliger von der Interessengemeinschaft Begegnungsplatz am letzten Mittwoch an der Gemeindeversammlung. Vieles sei dort schon vorhanden und mit einigen Neuerungen könnte der Ort zu einem schönen Treffpunkt werden.

So bräuchte es einen neuen Zaun auf der Mauer des Weihers, einen neuen Weg sowie neue Spielgeräte aus Naturmaterialien oder auch Sitzgelegenheiten, etwa in der Art eines kleinen Amphitheaters. «Ausserdem könnte man das daneben liegende Schützenhaus für Anlässe nutzen, wenn dort Toiletten eingerichtet würden», so Bollinger.

Viele Einwohner bezweifelten aber, dass sich dort überhaupt Leute treffen würden und fanden, dass der Betrag von 250000 dafür zu hoch sei. Zudem sei das Projekt noch gar nicht ausgearbeitet und der Kreditantrag komme zu früh. Niklaus Bolliger betonte aber auch, dass man die Gelegenheit jetzt packen müsse. «Jetzt können wir noch etwas für unsere Gemeinde beschliessen, die grosse, fusionierte Gemeinde macht das dann wohl nicht mehr.»

So schickte die Gemeindeversammlung das Gesamtprojekt für 250000 Franken zwar deutlich bachab, genehmigte aber dennoch 70000 Franken für den Begegnungsort. Mit 31 Befürwortungen bei 53 Anwesenden wurde dieser Antrag von Jakob Wüthrich und Roland Kammer genehmigt. Dieses Geld soll, so die Antragsteller, nur für den Begegnungsplatz und den Weiher eingesetzt werden, während ins Schützenhaus vorerst nichts investiert wird.

Ein Dorn im Auge war einigen Einwohnern allerdings der Konfiskatraum für Tierkadaver, der sich gleich neben dem Weiher befindet. Eine solche Anlage sei an einem Begegnungsort eher unschön. Göpf Berweger stellte deshalb den Antrag, dass der Gemeinderat sich mittelfristig nach einem besseren Standort für diese Anlage umsehe. Dies wurde von der Versammlung genehmigt.

Einstimmig genehmigt haben die 53 Anwesenden auch den Voranschlag 2013. Die Laufende Rechnung verzeichnet einen Aufwandüberschuss von rund 300000 Franken. Dieser sei aussergewöhnlich hoch, betonte Gemeindepräsident Thomas Steiner. Schuld daran seien die vielen Investitionen, aber auch hohe Fixkosten. So sei die soziale Wohlfahrt in den letzten vier Jahren über dreissig Prozent teurer geworden. Vorsichtig budgetiert wurden die Steuereinnahmen, und zwar weil der Steuerfuss letztes Jahr gesenkt wurde.

Künftig Licht bis ein Uhr nachts

Seit Mai wird die Strassenbeleuchtung in Hessigkofen jeweils nachts von zwölf bis fünf Uhr ausgeschaltet, was vorwiegend negative Rückmeldungen ausgelöst habe, informierte der Gemeinderat. Diskussionen gab es auch an der Gemeindeversammlung. Ein Antrag aus der Bevölkerung, die Beleuchtung die ganze Nacht über nicht auszuschalten, wurde allerdings mit 29 Gegenstimmen bei 12 Befürwortungen abgelehnt. Fast einstimmig beschlossen Einwohner dann, die Strassenlampen erst um ein Uhr nachts, nicht schon um Mitternacht zu löschen.

Genehmigt hat die Gemeindeversammlung ausserdem den Investitionskredit für das Projekt Anbau Schulhaus Bühl sowie den Beitritt zum Zweckverband der Abwasserregion Solothurn-Emme.

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