Burgäschi
6000 Besucher genossen «friedliche Party auf dem Land»

Die Burghofnacht lockte in der 16.Ausgabe mit Wiesn-Zelt und perfektem Wetter. Eine bayrische Partyband lockte die Besucher auf das Tanzparkett. Das Organisationskomitee zeigte sich mit der gemütlichen Stimmung zufrieden.

Jonas Liniger
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An der diesjährigen Burghofnacht in Burgäschi herrscht fröhliche Oktoberfest-Stimmung
40 Bilder
Der Parkplatz ist bereits voll.
Tierische Gäste
Viele Gäste kamen im passend bayrischen Outfit
Diese drei Frauen kamen dagegen im sommerlichen Blümchen-Look.
Ausgelassene Stimmung
Hier gönnt man sich eine Tanzpause.
Gemütliche Stimmung am Lagerfeuer
Prost!
Ein Küsschen in Ehren
Paartanz
Stilecht in Lederhose und Dirndl
Eine feierfreudige Gruppe
Mit Blumenkette
Paartanz zu Livemusik.

An der diesjährigen Burghofnacht in Burgäschi herrscht fröhliche Oktoberfest-Stimmung

Hansjörg Sahli

Nächtliche Temperaturen um die 20 Grad und ein vielfältiges Angebot lockten an die 6000 Besucher an die diesjährige Burghofnacht. Ob mit dem Auto oder Velo, die meist jungen Gäste kamen in Scharen nach Burgäschi. Bereits kurz nach Geländeöffnung wanderten Hunderte zwischen Mais-Loch-Bar, Raclette-Stube, Kuhstall-Disco und Wiesn-Zelt umher. Die Autos reihten sich auf dem Feld-Parkplatz aneinander und noch vor Mitternacht war das Gelände gut gefüllt. Ein Gedränge gab es kaum, denn dank Sommerwetter verteilte sich die Menge gleichmässig auf dem Burghof.

An der Stelle von Organisationskomitee-Präsidentin Manuela Witmer, die vor kurzem Mutter geworden ist, gab OK-Mitglied Francesco Caruso Auskunft: «Nach den letzten beiden Jahren hatten wir heuer Glück mit dem Wetter. Die Anzahl Besucher ist sehr wetterabhängig. Trotz Gurtenfestival und anderen Anlässen in der Umgebung kamen die Leute auf den Burghof. Das freut uns sehr.» Die oberste Grenze des Geländes liege bei 7000 Besuchern. Im Jahr 2005 habe man diese erreicht. Die diesjährigen 6000 Besucher seien jedoch wunderbar.

Das alljährliche Gelingen der Burghofnacht erklärt Caruso sich folgendermassen: «Unser vielfältiges Angebot ist ein Erfolgsfaktor. Wir bieten für alle Besucher etwas. Die Kuhstall-Disco für das Partyvolk und die Raclette-Stube für die ruhigeren Gäste.» Mit dem Wiesn-Zelt hoffe er zudem, die Schlagerfreunde und Bayern-Fans glücklich zu machen.

Die Rechnung scheint aufzugehen. Bereits um elf Uhr abends tanzen die Ersten im Wiesn-Zelt auf den Bänken und Tischen. Auf der Bühne steht die Partyband Drei Rad aus Tirol und sorgt mit Live-Musik für Stimmung. Bei Gassenhauern wie «Ein Prosit auf die Gemütlichkeit» singt das Festzelt mit und erhebt die Bierbecher zum Grusse.

Land und Stadt feiern anders

«Die Burghofnacht ist einer der angenehmsten Anlässe für unsere Angestellten», erklärt Sven Theiler.
Der stellvertretende Geschäftsführer von 24 Security und seine Mitarbeiter sorgen an der Partynacht seit sieben Jahren für die Sicherheit von Mensch und Mobiliar.

Harte Drogen seien weniger ein Thema als an Partys in Klubs. Es sei hier niemand auf einem Selbstfindungstrip, die Leute würden die gute Stimmung geniessen. «Der Hof ist mit viel Liebe dekoriert, das schwappt auf die Leute über.»

Die Einschätzungen des Security-Chefs werden von den Besuchern bestätigt: «Die Partys auf dem Land sind friedlicher, die Leute geselliger und offener. Auch die Jungs», sagt eine Langenthalerin. Meist kenne man sich gegenseitig, das mache viel aus. Eine andere Besucherin erklärt: «Es ist entspannter auf dem Land. Hier feiern keine arroganten Schnösel.» Und so feiert die Partygemeinde von Burgäschi ohne Stadt-Schnösel, Zwischenfälle und in friedlicher Atmosphäre bis in die Morgenstunden.

Besucher und Gelände haben Zeit, sich zu erholen, bis in einem Jahr die 17. Burghofnacht ansteht.