Walter Kiener, OK-Vizepräsident, betrachtet zufrieden die vorliegende Anmeldeliste. «Zu Beginn hats etwas geharzt. Aber mittlerweile kommen wir auf gut 600 Anmeldungen.» Ursprünglich hatte man mit rund 800 Teilnehmenden gerechnet. Aber: Jugendensembles hätten naturgemäss einen volatilen Bestand, so Kiener. «Da ist es schwierig, die Erwartungen richtig zu tempieren.» 25 Formationen sind unterdessen definitiv angemeldet (siehe Box).

Darüber hinaus gastiert auch das 50-köpfige Jugendblasorchester Kisslegg aus dem Württembergischen ennet des Rheins im Aaregäu.

Ohne Marschmusik gehts nicht

Bei den Organisatoren gibt man sich ganz allgemein zuversichtlich. Die Vorbereitungen verlaufen planmässig für Platzkonzerte, Wettbewerbsstücke und so weiter. Und was sich auch abzeichnet: Dass sie halt einfach zum Wesen von Musikfesten gehören wie das Amen in der Kirche: Marschmusikwettbewerbe. Sieben Korps haben sich angemeldet; zwei davon allerdings ohne Bewertung.

«Mich überrascht, dass Jugendmusikkorps überhaupt am Marschmusikwettbewerb teilnehmen», so der Präsident und Posaunist der HMG Fulenbach. Noch steht nicht fest, ob die Marschmusik am Samstag oder am Sonntag über die Bühne gehen und die Parade von Umzugselementen begleitet sein wird.

Rückhalt im Dorf

Kiener kann sich zusammen mit dem OK über viele positive Rückmeldungen aus Musikantenkreisen freuen. «Doch, doch, als Organisator des Kantonalen Jugendmusikfestes bekommt man viel Zuspruch», hält er fest. Auch das Dorf Fulenbach und dessen Vereine stehen zum Anlass. Immerhin rund 300 Händepaare werden über drei Tage hinweg mitanpacken. Diverse Sponsoren haben den Anlass nicht im Stich gelassen, wie Kiener lobend erwähnt.

Während Samstag und Sonntag zu den musikalischen Wettbewerbstagen gehören, beginnen die Festivitäten bereits tags zuvor: Zum Auftakt am Freitagabend sorgen die «Blaumeisen» für Stimmung, am Samstagabend die Blasmusikkapelle aus Waltershofen.

Der Sonntag bringt einen ökumenischen Gottesdienst, Frühschoppen, Instrumentenausstellung und das Forum «Veteran trifft Jungmusikant». Konkretes zu Letzterem gibts allerdings noch nicht. «Wir laden sicher die Veteranen ein», so Kiener. «Was dann konkret daraus wird, steht noch offen.»

Auf der Suche nach dem Gipfel

Im Grunde, so Kiener, sei ein Jugendmusikfest nicht so anders als eines der arrivierten Musikantinnen und Musikanten. Vielleicht mit Ausnahme der musikalischen Vorgaben. «Es gibt etwa kein Selbstwahlstück», sagt er. Bei aller Ähnlichkeit aber suchen die Organisatoren noch immer nach dem etwas anderen musikalischen Gipfel im Rahmenprogramm. «Wir sind noch nicht fündig geworden, aber wir bleiben zuversichtlich»,