Oensingen
3800 Liter Bier gingen am Oktoberfest über die Theke

Am Wochenende feierten im Oensinger Bienkensaal insgesamt 1800 Gäste. Bier floss in Strömen - und auch der Wiesn-Shop stiess auf Anklang. Die Organisatoren sind mit dem ersten Oktoberfest mehr als zufrieden.

Adriana Gubler
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Vorfreude am Eröffnungsabend: (v.l.) Organisator André Brönnimann, Kantonsratspräsident Christian Imark, Feldschlösschen-Vertreter Dieter Scheidegger, Organisator Marcel Baier und Musiker Gerd Winkler.

Vorfreude am Eröffnungsabend: (v.l.) Organisator André Brönnimann, Kantonsratspräsident Christian Imark, Feldschlösschen-Vertreter Dieter Scheidegger, Organisator Marcel Baier und Musiker Gerd Winkler.

Hansruedi Aeschbacher

Die Fussstapfen, in die André Brönnimann und Marcel Baier von BroBa Events mit ihrem Oktoberfest im Oensinger Bienkensaal treten wollten, waren gross. Denn der Vorgänger, das Oktoberfest im Shoppingcenter im Gäupark Egerkingen, verzeichnete in den vergangenen Jahren jeweils einen riesigen Besucheraufmarsch. «Wir sind nun natürlich mehr als zufrieden, dass wir die Nachfolge am vergangenen Wochenende so erfolgreich antreten konnten», sagt Mitorganisator André Brönnimann auf Anfrage.

Rund 1800 Gäste konnten er und sein Partner Marcel Baier am Donnerstag, Freitag und Samstag der vergangenen Woche im Oensinger Bienkensaal begrüssen. Die 480 Sitzplätze, die pro Abend zur Verfügung standen, waren jeweils bereits im Vorfeld restlos ausverkauft. Dazu kamen an jedem der drei Abende gut 100 zusätzliche Besucher, die sich mit einem Stehplatz zufrieden geben mussten. Der Aufmarsch widerspiegelte sich auch im Bierkonsum: Rund 3800 Liter gingen an den drei Abenden über die Theke.

Der mit Skepsis verfolgte Wechsel vom Festzelt im Egerkinger Gäupark in den Oensinger Bienkensaal ist geglückt. Dennoch rechnet Brönnimann nicht mit einem Wahnsinnsprofit: «Es war nie unsere Absicht, einen grossen Gewinn zu erzielen. Wir haben auch keinen Gewinn budgetiert.» Dies, weil die Organisatoren viel investiert haben, etwa in die Dekoration, die Musik und die Küche. «Zudem haben wir die Eintrittstickets günstig angeboten», sagt Brönnimann. «Wir wollten nicht, dass es am Ende heisst: Wir haben nur von unserem Vorgänger profitiert und so das grosse Geld gemacht.»

Zwei Drittel der Gäste in Tracht

Neu war beim diesjährigen Oktoberfest der Wiesn-Shop. Die Besucher konnten sich vor Ort in Dirndl und Lederhosen einkleiden lassen, die Kleider konnten gemietet oder direkt gekauft werden. «Viele haben von dem Angebot Gebrauch gemacht», sagt Brönnimann. «Meist haben die Leute die Kleider zuerst gemietet und sie nach dem Fest schliesslich gekauft.» Den Organisator hats gefreut, dass rund zwei Drittel der Besucher in Tracht erschienen. Noch viel mehr gefreut hat ihn aber, dass die Besucher einen fröhlichen Eindruck hinterliessen. «Die Stimmung war an allen drei Abenden ausgelassen. Den Leuten hats gefallen, das haben auch die vielen positiven Rückmeldungen gezeigt», so Brönnimann.

Weils so schön war, soll das Fest 2013 im Bienkensaal weitergehen – und zwar bereits im Frühling. BroBa Events planen ein Frühlingsfest, quasi ein Oktoberfest im Mai, ganz nach dem Münchner Vorbild. Zudem ist der Saal für das Oktoberfest 2013, 2014 und 2015 bereits reserviert.

Da sich der Bienkensaal mitten im Dorf befindet, fürchteten manche Oensinger gröbere Lärmemissionen während des Fests. «Das war nun aber anscheinend kein Problem. Wir haben am Samstag die Anwohner eingeladen. Niemand von ihnen äusserte sich negativ», sagt Brönnimann. Auch bei der Gemeindekanzlei gingen bis gestern Nachmittag keine negativen Rückmeldungen ein, wie Gemeindepräsident Markus Flury berichtete.

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