Niederbipp

300 alte Schwerarbeiter auf einem Platz angetroffen

Auf dem Gelände des IFF-Kieswerkes in Niederbipp gaben sich Freunde und Sammler von Saurer- und Berna-Vehikel ein Stelldichein. Wer glaubte, alte Lastwagen seien ein typisches Männerhobby, konnte eines Besseren belehrt werden.

Sie haben ihr aktives Arbeitsleben schon seit einigen Jahren hinter sich und dabei viele gute Dienste getan. Sie haben Menschen befördert, Lasten transportiert und auch Verdienst erwirtschaftet. Die Rede ist von den legendären Schweizer Nutzfahrzeugen Saurer und Berna, die bis 1983 noch im thurgauischen Arbon und in Olten gefertigt wurden. Dass diese heute meist über 30 Jahre alten Lastwagen und Busse vielfach noch im täglichen Einsatz stehen, zeugt von deren sprichwörtlicher Qualität.

Während Maschinen an ihrem Lebensende meist auf dem Schrottplatz landen, werden mittlerweile etliche hundert Saurer-Berna-Fahrzeuge von Sammlern liebevoll aufbewahrt und mit grossem Engagement gepflegt. Und ab und zu werden diese rollenden Denkmäler aus den Garagen geholt und zu einem Treffen gefahren - stets zur grossen Freude von Jung und Alt. So auch gestern Samstag auf dem Areal des IFF-Kieswerkes in Niederbipp. Dort trafen sich rund 300 Lastwagen, Postautos und Busse, alle zwischen 30 und 90 Jahre alt, zum Stelldichein. Nebst den typisch, chromstahlglänzenden «Schnauzen»-Wagen oder perfekt restaurierten, klassisch-gelben Postautos sorgten verschiedene weitere Ausstellungen sowie eine Festwirtschaft für ein abwechslungsreiches Programm. Wer übrigens glaubt, alte Lastwagen seien ein typisches Männerhobby, konnte eines Besseren belehrt werden. Viele der alten Kolosse werden von begeisterten Chauffeusen pilotiert.

Das Treffen wird vom Saurer-Club Schweiz organisiert. Gegen 100 Helferinnen und Helfer stehen dafür unentgeltlich im Einsatz. Dazu Mediensprecher Markus Brunner: «Das Treffen soll unsere Clubmitglieder zusammenbringen und der interessierten Bevölkerung die alten Fahrzeuge wieder in Erinnerung rufen.»
Das Saurer-Treffen fand gestern bereits zum 26. Mal statt. Die ersten Treffen erfolgten zunächst in der Äusseren Klus und danach auf dem Renault-Areal in Oensingen. «Doch das Ambiente auf dem Gelände der IFF AG möchte ich als das schönste bezeichnen», so Brunner. «Wir werden auch in der Region immer sehr wohlwollend aufgenommen», und betont: «Der Eintritt, aber auch die Stellplätze fürs Saurer-Treffen sind für alle gratis.

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