Breitenbach

22 Leitunsgbrüche in Folge - Haushalte bis zu sechs Stunden ohne Wasser

Die alten Gussleitungen halten dem höheren Druck nicht stand. (Symbolbild)

Die alten Gussleitungen halten dem höheren Druck nicht stand. (Symbolbild)

Das neue Wasserreservoir in Breitenbach liegt 15 Meter höher als das alte. Im Leitungsnetz herrscht deshalb ein höherer Druck, welchem ältere Teile des Systems nicht standhalten können. Das Wasser in der Region muss vermehrt abgestellt werden.

Wie das SRF-«Regionaljournal Aargau- Solothurn» berichtet, ist es in Breitenbach in den vergangenen zehn Tagen zu 22 Wasserleitungsbrüchen gekommen. Die Zwischenfälle wurden vom seit vor wenigen Tagen in Betrieb genommenen neuen Wasserreservoir ausgelöst, das ein wenig höher gebaut wurde als das alte Reservoir. Dem so entstandenen erhöhten Druck hielten die alten Gussleitungen nicht stand und barsten nach und nach.

Der Breitenbacher Werkhof-Chef Urs Grolimund hat mit Leitungsbrüchen gerechnet, wie er gegenüber dem Radio sagte. Dass es aber derart viele sein würden, kam auch für ihn überraschend. «Es reicht jetzt langsam», erklärte er. Mittlerweile hat sich die Situation wieder beruhigt. Grolimund hofft, dass das Gröbste nun vorbei ist. «Die letzten beiden Nächte konnte ich durchschlafen, so der Leiter des Werkhofs.

Der erhöhte Druck in Breitenbach kommt nicht von ungefähr. Einst war in den höher gelegenen Quartieren die Leistung der Hydranten niedrig, weshalb die Solothurnische Gebäudeversicherung eine Erhöhung des Drucks verlangt habe, sagte Grolimund. Die Gebäudeversicherung entgegnete dem Regionaljournal, dass sie die Erhöhung lediglich empfohlen habe.

Aufgrund der vielen Leitungsbrüche wird in Breitenbach und im angrenzenden Brislach das Wasser immer wieder abgestellt. Laut dem Werkhofchef sind davon jedoch jeweils nur einzelne Quartiere betroffen – für jeweils höchstens sechs Stunden. (nka)

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