Das Interesse unter den Polymechaniker-Lernenden, sich mit «Berufskollegen und -kolleginnen» fachlich zu messen, ist ungebrochen hoch. Am zum 27. Mal durchgeführten «Tool-Champions-Wettbewerb» nahmen erneut über 1200 «Stifte» aus der ganzen Schweiz teil.

Dabei handelt es sich um einen «Wettkampf» für angehende Polymechaniker, Mikromechaniker und Produktionsmechaniker aus der hochpräzisen Metallverarbeitungsindustrie. Am Samstag fand bei der Initiantin, der Fraisa AG in Bellach, die Siegerehrung statt. Gegen 500 Lernende und Lehrmeister nahmen am Anlass teil.

Perfektes Werkstück

Die Aufgabenstellung war anspruchsvoll. Aus einer vorgegebenen Teilezeichnung musste ein perfektes Werkstück aus Aluminium und Messing durch Fräsen, Bohren und Gewindeschneiden hergestellt werden. Dabei konnten die Lernenden im zweiten und dritten Lehrjahr zwischen konventioneller und CNC-Bearbeitung wählen. Für die erste Fertigungsmethode standen 4 Stunden 15 Minuten zur Verfügung, beim Bearbeiten auf der CNC-Anlage inklusive Einrichten waren es 5 Stunden 30 Minuten.

Nationaler Gesamtsieger auf konventionellen Anlagen wurde Roman Heutschi, der seine Lehre bei der Mikron SA in Agno absolviert. In der Kategorie CNC schwang Michael Kanapathippillai aus dem st. gallischen Grabs obenauf. Er ist Lernender bei der Hochschule für Technik in Buchs. Beide erhalten ein Auto zur freien Benutzung während eines Jahres. Aus unserer Region schaffte es kein Lernender unter die drei Besten der Gesamtsieger.

Ranglisten

In den Ranglisten nach regionalen Lernzentren und Firmen haben folgende «Stifte» brilliert: Auf den ersten Rang schafften es Lukas Grolimund, Langendorf, Lehrfirma ETA SA, Grenchen; Simon Haas, Trimbach, Nussbaum AG, Olten; Sven Habegger, Thunstetten, Swissmechanic Langenthal; Adrian Hofer, Grossaffoltern, Swissmechanic Biel, und Patrick Sommer, Gunzgen, Swissmechanic Gerlafingen (alle konventionell). Patrick Gautschi, Biel, Lehrwerkstätten Bern, erreichte in der Kategorie CNC den ersten regionalen Rang.

Auf Platz 2 (konventionell) schafften es Lukas Bergmann, Swissmechanic Langenthal; Nils Dubois, Swissmechanic Langnau; Kim Haldemann, Swissmechanic Biel; Maher Lawin Hussien, ETA SA, Grenchen; Lukas Mäder, Laubscher AG Täuffelen; Thanujan Rajakulendran, Feintool AG, Lyss; Timo Rütti, Swissmechanic Gerlafingen, und Agnes Viski, Scintilla AG, Zuchwil. Auf CNC-Anlagen erreichte Florian Meierhans, Lehrwerkstätten Bern den zweiten Rang. Auf Platz 3 (konventionell) schafften es Oliver Affolter, Swissmechanic Gerlafingen; Emirhan Dagci, ETA SA Grenchen; Christian Rentsch, Swissmechanic Langenthal, und Damian Schwab, Swissmechanic Biel. Auf den dritten Platz (CNC) kamen Michael Bichsel, Lehrwerkstätten Bern und Kevin Jost, Ammann AG, Langenthal.

Insgesamt wurden im Rahmen des Wettbewerbs Preise im Wert von 50 000 Franken vergeben. Die Kosten trägt die Fraisa AG. Am in der Branche als inoffizielle Schweizer Nachwuchsmeisterschaft geltenden Wettbewerb haben in den letzten 27 Jahren über 30 000 Jugendliche aus allen Landesteilen teilgenommen.