«Unser Bad ist dicht», sagen Gemeindepräsident Hans Rudolf Ingold und Hauswart Paul Rothenbühler unisono – und das nicht ohne Stolz. In der Tat scheint vor 40 Jahren beim Bau des damaligen Lehrschwimmbades in Subingen hochwertiges Material sauber verarbeitet worden zu sein. Gerade in Nassbereichen ist die Gefahr von wasserbedingten Schäden schliesslich ziemlich gross.

Im Garderoben- und Duschbereich bestand jetzt, der guten Bausubstanz zum Trotz, aber Handlungsbedarf. Das Innenleben der Garderoben wird runderneuert. «Daran war 40 Jahre lang nichts gemacht worden», erklärt Hans Rudolf Ingold. «Das war einmal nötig.» Der Gemeindepräsident betont, dass die technischen Anlagen aber ständig modernisiert und à jour gehalten worden sind.

Neben der Garderobe wird der Duschtrakt leicht modifiziert. So werden neu getrennte Duschräume für Frauen und Männer eingerichtet. Zuvor war der Duschraum bloss teilweise getrennt gewesen. Ausserdem gibts im umgebauten Bad keine Einsicht in den Duschraum aus dem Becken mehr. Das Budget für diesen Umbau beträgt 350000 Franken.

Endlich rollstuhlgerecht

Im Zuge der Arbeiten werden Dusche und Toilette ausserdem gleich rollstuhlgerecht gemacht. Das gehöre heute einfach dazu, sagt Hans Rudolf Ingold. Als Präsident des Stiftungsrats des Wohnheims Kontiki liegt ihm diese Massnahme natürlich besonders am Herzen. «Den Zugang zum Schulhaus haben wir mittels einer Rampe schon vor längerer Zeit ermöglicht. Ich bin froh, dass wir nun auch das Hallenbad anpassen können.»

Die Umbauarbeiten haben Anfang April begonnen und sollen Mitte Mai beendet sein. Die Eile ist begründet, ist doch das Hallenbad ziemlich stark belegt. «Im Sommer besuchen minimal 200 Personen das Bad», sagt Paul Rothenbühler. «Während der kälteren Jahreszeit kommen wöchentlich 500 bis 600 Personen ins Bad.» Ausserdem trainieren drei Schwimmvereine im Hallenbad.

«In Subingen wurde einst gesagt, dass hier niemand aus der Schule kommen solle, ohne schwimmen zu können», erklärt Hans Rudolf Ingold. «Damals war die Gemeinde stolz, überhaupt ein Hallenbad zu besitzen.» Der Gemeinderat hat jüngst allerdings eine Grundsatzdiskussion geführt, ob er das Schwimmbad weiterhin betreiben soll. Das Resultat war ein klares Bekenntnis zum Hallenbad. «Die Alternative wäre der Bau einer Turnhalle gewesen, was die Gemeinde viel mehr gekostet hätte.»