Waldputzete
Ein sauberer Wald – nur der Maschendrahtzaun fand keinen Platz im «Ghüdersack»

Mehr als 60 Personen sammelten im Bellacher Wald Unrat, wo erfreulich wenig solcher zu finden war.

Lucilia Mendes von Däniken
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Alt und Jung sammeln Abfall im Bellacher Wald.

Alt und Jung sammeln Abfall im Bellacher Wald.

lmb

Es wuselte am Samstagvormittag im Bellacher Wald: Über 60 Personen streiften durch das Dickicht, folgten Wegen und Bächen, um «ihren» Wald von Unrat zu befreien. Anlässlich des World Clean-up-Days hatten Bürgergemeinde und Familienforum Bellach zur Waldputzete eingeladen.

Ausgestattet mit Zangen und Kehrichtsäcken machten sich Kinder und Erwachsene auf den Weg. Auch wenn jedem bewusst war, dass jedes Fundstück ein Beispiel für schlechtes Benehmen ist: Ab und zu ertönte ein «Juhui!», wenn eine Flasche oder ein Schnipsel gefunden wurde. Bald verteilten sich die Gruppen in der Weitläufigkeit des Waldes und so war man gespannt, wie die Ausbeute aussehen würde. Am Mittag traf man sich beim Spielplatz, genoss Wurst mit Brot und staunte: Die gesammelte Ware füllte nicht mal einen 110-Liter-Sack. Einzig ein Stück Maschendrahtzaun hatte nicht darin Platz. Bürgergemeindepräsident Beat Heiniger bedankte sich.

Über 60 Personen machten bei der Aktion im Bellacher Wald mit.

Über 60 Personen machten bei der Aktion im Bellacher Wald mit.

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Auch anderorts wurde Abfall eingesammelt

Auffällig viele haben sich in diesem Jahr am Clean-up-Day beteiligt. Zum ersten Mal dabei waren etwa Klassen der 2. Sek 1. Diese hatten von Montag bis Donnerstag eine Berufsfindungswoche. Der Freitag war dem Clean-up-Day gewidmet. Eingeteilt in 19 Gruppen machten sich die rund 80 Schülerinnen und Schüler vom Schulhaus Schützenmatt daran, Abfall entlang der Aare einzusammeln. Da kam so einiges zusammen. Selbst ein Einkaufswagen wurde aufgefunden. «Ihr habt tolle Arbeit geleistet», lobte eine der Lehrerinnen nach getaner Arbeit. Am Samstag gingen Mitarbeitende des McDonald’s Restaurant in Solothurn auf Aufräumtour, gemeinsam mit Gästen und dem FC Solothurn. Sie befreiten die Strassen und Wiesen entlang der Aare und rund um den Bahnhof von herumliegendem Abfall. «Auch wir mögen saubere Strassen, deshalb begegnen wir dem Gesellschaftsphänomen Littering», schreibt McDonalds in einer Medienmitteilung. (fvo)

Es sei schön, dass sich so viele Familien die Zeit genommen hätten, dem Wald einen Samstagmorgen zu schenken. Und an die Kinder gewandt: «Eure Eltern haben euch heute gezeigt, wie man zum Wald Sorge tragen muss - ich hoffe, ihr werdet dieses Wissen weitergeben.» Er zeigte sich auch stolz:

«Dass wir nur so wenig Abfall gefunden haben, deckt sich mit den Informationen unserer Forstmitarbeiter. Der Bellacher Wald ist sauber – das zeigt, dass dieser Naherholungsraum mit Wertschätzung genossen wird.»
Auch ein Gruppenfoto als Erinnerung musste natürlich gemacht werden.

Auch ein Gruppenfoto als Erinnerung musste natürlich gemacht werden.

lmb

Nach Kaffee und Kuchen gab’s einen Waldrundgang mit Philip Spillmann von «Wild und Wald». Der führte vor Augen, welch Wunder die Natur bergen kann und wie wichtig es ist, diese zu schützen.

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