Subingen
Vorerst kommen die Broncos nicht nach Subingen

Diesen Sommer blieb es rund um die «Problemobjekte», also Jugendtreffpunkte, erstaunlich ruhig und friedlich. Dies nachdem die Sicherheitsleute von Bronco der Gemeinde ein Absage erteilt hatten.

Christof Ramser
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Keystone

«Es war ein ausserordentlicher ruhiger Sommer», sagt auch Urs Ledermann (FDP), im Gemeinderat zuständig für die Sicherheit. Erstaunlich ist das deswegen, weil die «anhaltenden Nachtruhestörungen» vor den Ferien im Dorf zugenommen hatten. Vor allem bei den Schulhäusern und bei der Brätlistelle trafen sich die Jungen, tranken Alkohol und lärmten bis weit nach 22 Uhr. Ein Anwohner beobachtete zudem, dass die Störenfriede Bierflaschen herumschmissen und mutwillig Sachen zerstörten. Dabei hat die Gemeinde im Ordnungsreglement festgehalten, dass ab 22 Uhr jeder übermässige Lärm verboten ist, der die Nachtruhe stören könne.

10'000 Franken für die Broncos

Diesem Treiben wollte der Gemeinderat einen Riegel schieben und die Firma Broncos Security engagieren. Dafür war ein Budgetrahmen von 10'000 Franken vorgesehen. Die Broncos sollten gemäss Auftrag durchs Dorf patrouillieren und für Ruhe und Ordnung sorgen - so wie in 20 Gemeinden im Kanton Bern. Doch die Sicherheitsfirma erteilte Subingen eine Absage: Andere Kommunen hätten bereits zu viele Leistungen bestellt, jedenfalls im laufenden Jahr. Im kommenden Jahr seien die Broncos an einer Zusammenarbeit interessiert.

Die problematischen Orte werden vorgemerkt

Vorerst wird es in Subingen also zu keiner Zusammenarbeit mit einem privaten Sicherheitsdienst kommen. Vielmehr will die Gemeinde den Kontakt zur Kantonspolizei intensivieren, analog zum Zuchwiler Modell. Dazu werden die problematischen Orte im Sicherheitskataster der Polizei eingetragen. Konkret handelt es sich um die Schulhäuser I und II inklusive Kindergarten sowie den Bereich bei der SBB-Brücke/Brätlistelle. Bereits im Kataster vorhanden ist das Schulgelände rund ums OZ13.

Mehr Präsenz markieren

An diesem Punkten sollen die Ordnungshüter also häufiger aufkreuzen und Präsenz markieren. Urs Ledermann ist zuversichtlich, dass die intensive Zusammenarbeit mit der Polizei vom Posten Derendingen Früchte tragen wird. «Diese Massnahme ist zudem günstiger als das Engagement eines privaten Sicherheitsdienstes», sagt Ledermann. Dank einem regelmässigen Austausch zwischen der Kantonspolizei, dem Gemeindepräsidenten Hans Ruedi Ingold und dem Ressort Sicherheit und Schule alle drei Monate soll die Planung zudem optimiert werden.

Öffentliche Verbote

Zur mehr Ruhe und Sicherheit im Dorf sollen auch richterliche Verbote beitragen, die bei den öffentlichen Anlagen angeschlagen werden. Die Schilder informieren über die Nutzungsbedingungen und dienen als Grundlage für Adressaufnahmen, Bussen und Anzeigen. Ausserdem soll in Zusammenarbeit mit Fachleuten die Überwachungskamera beim Schulhaus gezielter ausgerichtet und die Gegend mit Scheinwerfern besser ausgeleuchtet werden.

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