Solothurn Lebern

Von Felten ist neuer Amtsgerichtspräsident

Folf von Felten (CVP).

Folf von Felten (CVP).

1000 Stimmen Vorsprung: Rolf von Felten hat das Rennen um das Amtsgerichtspräsidium relativ deutlich gewonnen.

In fast allen Gemeinden schnitt von Felten besser ab als seine Konkurrentin Ida Salvetti Heim. Geholfen hat von Felten wohl, dass er in den letzten Wochen häufig im Scheinwerferlicht der Medien stand. Der Raserprozess in Schönenwerd und der Prozess um die eingestürzte Einstellhalle in Gretzenbach brachten ihm Gratis-Werbung. Rolf von Felten hat drei Monate Kündigungsfrist und bereits Gerichtstermine bis in den nächsten Frühling. «Ich werde in Absprache mit der Staatsanwaltschaft und den Gerichtsbehörden entscheiden, wann ich meine neue Arbeit antrete. Sicher möchte ich meine angefangenen Arbeiten zu Ende führen.»

Ida Salvetti gewann nur gerade in der Stadt Solothurn, in Langendorf, in Oberdorf, in Rüttenen und in Niederwil. Viel Vorsprung konnte von Felten in Grenchen auf Salvetti herausholen, aber auch in Bellach, in Bettlach und in Selzach hatte der CVP-Mann deutlich die Nase vorn. In allen diesen Gemeinden wurde auch die Ausschaffungsinitiative deutlich angenommen. Während in den Gemeinden, in denen Salvetti sich durchsetzen konnte, die Ausschaffungsinitiative entweder abgelehnt (Langendorf) oder nur knapp angenommen wurde.

Tatsächlich meint auch Rolf von Felten selbst, dass ihm diese Tatsache zugute kam. «Natürlich habe ich gehofft, dass ich gewählt werde. Ich muss aber zugeben, dass ich nicht damit gerechnet habe.» Es sei schwierig, zu analysieren, wieso er das Rennen gemacht habe und Ida Salvetti nicht. «Die Wahlbeteiligung war hoch, und es gingen viele an die Urne wegen der Ausschaffungsinitiative. Wer dieser zugestimmt hat, dürfte wohl eher für mich gestimmt haben.»

«Bin enttäuscht»

Ida Salvetti zeigte sich gestern «natürlich enttäuscht» und analysierte das Ergebnis ähnlich wie von Felten. «Die grosse Medienpräsenz hat ihm sicher geholfen.» Sie werde mit ihrer Partei besprechen, ob im Wahlkampf Fehler gemacht wurden. Die Deutlichkeit des Resultates habe sie überrascht. «Zum Glück habe ich eine Arbeit, die mir Spass macht, und so bleibe ich weiterhin Anwältin», meinte sie. (rm)

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