Singend hiess der Männerchor «Chutz» als Gastgeber der 150. Delegiertenversammlung (DV) die Sängerschar in Langendorf willkommen. In der Leberberger Gemeinde findet am 1. September der Jubiläumssängertag aus Anlass des 150-jährigen Bestehens des Sängerverbandes Wasseramt-Solothurn-Lebern statt. Durchführend ist der Langendörfer Männerchor, der im Jahr 2011, nach der Auflösung des Verbandes Solothurn-Lebern, bei den Wasserämtern aufgenommen wurde.

Edith Ursprung, Präsidentin des Verbandes, stellte das Programm unter dem Motto «Viersprachige Schweiz» vor. Verantwortlich dafür zeichnet das Organisationskomitee, bestehend aus Mitgliedern des Vorstandes und des Männerchors «Chutz». Von den Chören ist bei der Verbandsdirigentin Hanni Boner bereits ein buntes, vielversprechendes Gemisch von Liedern in allen Landessprachen für den Jubiläumssängertag eingetroffen. Der Anlass wird mit einem Rückblick auf die 150 Jahre Verbandsaktivitäten bereichert. Ein ausgedehntes Nachtessen mit vielen «Weisch-no?»-Gesprächen lässt den Abend ausklingen. Die Festkarte kostet 25 Franken. In diesem Jahr findet zudem wiederum ein Sing- und Stimmbildungstag statt und zwar am 10. November in Biberist.

Erfreuliches und Trauriges

Als Höhepunkt im vergangenen Jahr bezeichnete Edith Ursprung das Sängertreffen, organisiert vom Frauenchor Lohn-Ammannsegg, welches die Singenden unter dem Motto «Sommerhits» sogleich in eine richtige Ferienstimmung versetzt habe. «An Chorkonzerten bin ich immer wieder beeindruckt und glücklich, wie die Sängerinnen und Sänger mit viel Freude und Engagement ihrer Freizeitbeschäftigung frönen», sagte sie.

Wehmut habe bei ihr das «klingende Finale» des aufgelösten Männerchors Lohn-Ammannsegg hervorgerufen. Der Verband zählt mittlerweile nur noch acht Chöre mit 200 Mitgliedern sowie mit den Singknaben der St. Ursenkathedrale und dem Solothurner Mädchenchor zusätzlich zwei Jugendchöre. Vor rund 50 Jahren waren es allein im Wasserämter Verband 800 Singende in 21 Chören. Die Delegierten gedachten auch der verstorbenen Theres-Ursula Beiner, die grosse Verdienste für das Chorwesen auf kantonaler und eidgenössischer Ebene geleistet hatte.

Organisatoren gesucht

Einstimmig genehmigten die Delegierten die Rechnung 2017, die bei Einnahmen von 1228 Franken mit einem Verlust von 537 Franken abschliesst. Das Vermögen beläuft sich auf 8154 Franken. Der Mitgliederbeitrag an den Verband beträgt weiterhin 5 Franken. Zudem beschloss die Versammlung, dass die DV künftig vom Samstagnachmittag auf den Freitagabend verlegt wird. Für das Jahr 2019 sucht der Verband einen durchführenden Verein für das Sängertreffen und die kantonale DV sowie für einen künftigen kantonalen Sängertag.

Die 28 Stimmberechtigten wählten mit viel Applaus die Vorstandsmitglieder. Es sind dies Präsidentin Edith Ursprung, Vizepräsident Peter Bigler, Aktuar Manfred Frei, Kassier Erhard Mäder, Beisitzerinnen Melitta Balmer und Marianne Flückiger sowie Verbandsdirigentin Hanni Boner.