Biberist
Vier Elemente musikalisch umgesetzt

Riesenapplaus zollte das Publikum in der Culturarena dem Orchester und der Big Band der Kantonsschule Solothurn sowie den Auszubildenden der Sappi Schweiz und der Regio Energie Solothurn. Sie vollbrachten eine musikalische Glanzleistung.

Agnes Portmann-Leupi
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Jugendliche musizieren

Jugendliche musizieren

Solothurner Zeitung

Der Einzug der schwarz gekleideten jungen Musizierenden in den Saal der Culturarena will nicht enden. Lautlos erscheinen die vier Elemente auf der Bühne, dargestellt von Daphne Oberholzer, Lena Gächter, Lucy Weidenbach und Kristina Wirth. Ganz in Weiss, nur die Masken verraten die Zugehörigkeit. «Ich bin die Musik», verkündet zu Beginn selbstsicher jedes der vier Elemente, theaterpädagogisch geführt von Marco Brancato. Die Erde behauptet überzeugt: «Ich bin die Mutter von allen Elementen, die Grundlage des Lebens, Ihr braucht mich.» Die Erde sei Grund, Boden, Kraft und Musik.

Wer ist die Musik?

Die «erdige» Musik – kraftvoll, jazzig, pulsierend, melancholisch – der Kanti-Big-Band unter der Leitung von Andy David und Sven Ryf reisst mit. Ihre Stücke, «Sing Sing Sing», «Don’t know why» und «I got you» faszinieren mit Soli von Schlagzeug, Gitarre und Blasinstrumenten. Untermauert wird die Musik mit effektvoll passenden Bildern auf den vier Elementsäulen, welche die Auszubildenden der Sappi als Bühnenbild entworfen und umgesetzt haben.

Die Luft widerspricht der Erde: «Ich bin das wichtigste Element, jede Sekunde atmet Ihr mich ein.» Das Säuseln des Windes sei die Melodie des Lebens. Mit dem «Kanon» von Pachelbel drücken die Streicher des Orchesters der Kantonsschule Solothurn (OKS) unter der Leitung von Sarah Basciani die Melodien des Windes aus. Fein und lieblich spielt das Orchester das «Klavierkonzert Nr. 2 op. 102 Andante» von Schostakowitsch mit dem glanzvollen Solisten Arno Aeschbacher. Wie die Blitze im Bühnenbild schlägt das «Violinkonzert op. 8 Nr. 2 Presto» von Vivaldi ein mit der Solistin Aline Arn.

Klar, dass auch das Wasser als Leben spendendes Element von sich behauptet, die fliessendste und schönste Musik zu sein. Entsprechend spielt das OKS «Szene, Schwanentanz und Walzer» aus Tschaikowskys «Schwanensee». Gespickt mit Lichteffekten elektrisiert «Pirates of the Caribbean». Kein Leben ohne den andern.

Gemeinsames Finale

Von Liebe und Glück säuselt das Feuer. «Feuer ist Glut und Leidenschaft und der Funke des Lebens, Feuer ist Musik», verkündet es. «Wenn zwei Liebende sich ewige Treue schwören, bin ich in ihren Herzen.» Diese Glut lebt die Big Band aus mit grossen Titeln wie «Black or white», «Just the way you are» und «It don’t mean a thing», erneut mit meisterhaften Soli.

Tanzend aber spüren die vier Elemente, dass alle einander brauchen. Sie finden im fulminanten Finale zusammen und verkünden: «Wir sind die Musik.» Mit dem gemeinsamen Spiel von «Mission impossible» und «Get ready» ernten das OKS und die Kanti-Big-Band einen Riesenapplaus. Das Publikum bedankt sich aber auch bei den Lernenden, die Bühnenbild, Beleuchtung, Sound, Parking und Werbung bestens gemeistert haben und nicht zuletzt bei Jörn Schmidt, Manager für Produktion und Technik bei der Sappi, der die Fäden des dritten Biberister Kulturtages gesponnen hat.