Solothurn
Urteil gegen St. Ursen-Brandstifter ist jetzt rechtskräftig

Ziemlich genau ein Jahr nach dem Brandanschlag auf die St. Ursen-Kathedrale steht das endgültige Urteil fest. Der Anwalt des Brandstifters gab heute Donnerstag gegenüber Radio 32 bekannt, dass sein Mandant auf einen Weiterzug des Urteils verzichte.

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Brandstifter richtet in St. Ursenkathedrale grossen Schaden an
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Der zerstörte Altarbereich
Überreste des Brandanschlags.
Der Tatort: Altarbereich der Kathedrale.
Die Polizei sperrte die Kirche ab.
Ein erster Augenschein am frühen Nachmittag zeigte das Ausmass des Anschlags
Die Feuerwehr fährt auf
Die Kathedrale vor dem Brand. St. Ursenkathedrale Solothurn, Chor

Brandstifter richtet in St. Ursenkathedrale grossen Schaden an

Tele M1

Das Amtsgericht hatte den Mann Ende September zu 14 Monaten Gefängnis und einer stationären Behandlung in einer psychiatrischen Klinik verurteilt. Ob er je aus der Anstalt kommt, hängt vom Urteil der Ärzte ab. Vor Gericht hielt das psychiatrische Gutachten fest, dass der Mann an einer «paranoiden Persönlichkeitsstörung» leidet. Weiter kam das Gutachten zum Schluss, dass ein hohes Rückfallrisiko besteht.

 Kirchgemeindepräsident Karl Heeb informiert über den Stand der Umbauarbeiten. (Fotos: Felix Gerber)
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Exklusiver Einblick in die Solothurner St. Ursenkathedrale
 Nach dem Brandanschlag im Frühjahr wurde der Innenraum der Kathedrale bis unter die Kuppel eingerüstet. (Fotos: Felix Gerber)
 Assoziationen zu Michelangelo, als er in aufwändiger Arbeit die Sixtinische Kapelle gestaltete. (Fotos: Felix Gerber)
 Jede Ecke wird in Kleinstarbeit ausgebessert. (Fotos: Felix Gerber)
 Nach dem Brandanschlag im Frühjahr wurde der Innenraum der Kathedrale bis unter die Kuppel eingerüstet. (Fotos: Felix Gerber)
 Die St. Ursenkathedrale in einer höchst ungewöhnlichen Erscheinungsform... (Fotos: Felix Gerber)
 ... mit einer eigensinnigen Schönheit. (Fotos: Felix Gerber)
 Wie hartnäckig sich Russ absetzt, zeigt sich hier erst recht am Vorher-Nachher-Vergleich wie hier. (Fotos: Felix Gerber)
 Jegliche unversehrte Kostbarkeit muss vor Auswirkungen der Sanierungsarbeiten geschützt werden. (Fotos: Felix Gerber)
 Man gelangt für einmal an Stellen hin, die sonst nicht so augenscheinlich in Erscheinung treten. (Fotos: Felix Gerber)
 Nach dem Brandanschlag im Frühjahr wurde der Innenraum der Kathedrale vollständig eingerüstet. (Fotos: Felix Gerber)
 Nach dem Brandanschlag im Frühjahr wurde der Innenraum der Kathedrale bis unter die Kuppel eingerüstet. (Fotos: Felix Gerber)
 An Imposanz verliert die Kathedrale auch mit der Einrüstung kaum. (Fotos: Felix Gerber)
 Die St. Ursenkathedrale in einer höchst ungewöhnlichen Erscheinungsform... (Fotos: Felix Gerber)
 Nach dem Brandanschlag im Frühjahr wurde der Innenraum der Kathedrale vollständig eingerüstet. (Fotos: Felix Gerber)
 Eine Sanierungsarbeit die zumindest anhand der Gerüste den Eindruck macht, ewig zu dauern. (Fotos: Felix Gerber)
 Jegliche unversehrte Kostbarkeit muss vor Auswirkungen der Sanierungsarbeiten geschützt werden. (Fotos: Felix Gerber)

Kirchgemeindepräsident Karl Heeb informiert über den Stand der Umbauarbeiten. (Fotos: Felix Gerber)

Am 4. Januar 2011 hatte der aus Olten stammende Andres Z. 20 Liter Benzin im Altarraum der Kathedrale ausgeleert und angezündet. Die Schäden waren massiv. Der Sachschaden beträgt mehrere Millionen Franken. Die Renovationsarbeiten dauern noch bis Herbst 2012. Bis dann bleibt die Kathedrale geschlossen.

Vor Gericht zeigte der Mann keine Reue. Er gab an, dass er einen «massiven Schaden» anrichten wollte. Bereits im März 2009 hatte er in Olten versucht, einen Zug zum Entgleisen zu bringen. 2010 erschreckte er mit einer Bombenattrappe Zugreisende im Gotthardtunnel. (lfh/mgt)