Baselworld
Uhrenmesse: Sich einmal sattsehen am Luxus

Ein Besuch an der Baselworld bedeutet Eintauchen in ein Meer von Farbe, Licht und Präzision sowie Ästhetik. Unter den Uhren- und Schmuckherstellern sind auch einige aus unserer Region dabei.

Fränzi Rütti-Saner (Text und Bilder)
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Der Messestand der Breitling AG Grenchen: «Bunker» mit Aquarium.

Der Messestand der Breitling AG Grenchen: «Bunker» mit Aquarium.

Solothurner Zeitung

Wer sich aufmacht, die Ausstellungshallen von Baselworld zu besichtigen, steht schon am Bahnhof SBB in Basel in einer Reihe. Bereits hier wird man in Empfang genommen und nach seinen speziellen Wünschen befragt. Die Messebesucher werden sofort von Extra-Trams vom Bahnhofplatz weggelotst.

Beim Anstehen im Eingangsbereich des Messegebäudes hört man Spanisch, Chinesisch und Russisch gleichzeitig, aber auch Sprachen, die man gar nicht zuordnen kann. Insgesamt sind 1893 Aussteller aus 44 Ländern angereist, 736 davon Schmuckhändler, 627 Uhrenmacher sowie 529 Vertreter verwandter Branchen. Erwartet werden rund 100000 Besucher. Als einer von ihnen erhält man den 2,5 kg schweren Ausstellerkatalog und stürzt sich dann in die Welt voller Farben, Licht und Luxus.

Renommierte Marken

Die ersten Stände in der Halle 1 sind auch schon die der renommiertesten Marken. Rolex, Patek Philippe, Blancpain, Hublot, Zenith, Movado. Es folgen Breitling, Rado, Omega, Tissot, Oris, Festina-Candino, Eterna – und noch viele mehr. Darunter die altbekannten Namen zu finden, macht zufrieden und beweist: Die Uhrenproduktion am Jurasüdfuss existiert. Und sie ist aktuell, gefragt und innovativ. «Baselworld ist unser Jahreshighlight», sagt eine Repräsentantin am Stand von Rado und stellt ihre neuesten Kollektionen vor.

Die dünnste Uhr im Keramikgehäuse. Neben der Verwendung von High-Tech-Materialien sei ganz klar derzeit auch der Trend hin zu historischen Modellen zu erkennen, entweder als Neuauflagen oder Neu-Interpretationen, erwähnt sie. «An dieser Messe werden die Händler begrüsst und Geschäfte getätigt», sagt sie weiter. Fürs Publikum gibt es also nichts zu kaufen.

Rolex gibt sich protzig

Die Philosophie einer Uhrenmarke äussert sich im Besonderen in der Inszenierung ihres Messestandes. Protzig, mit gut sichtbarer Security bei Rolex; ästhetisch, aber nur für Geladene bei Breitling, viel Glas bei Rado, kleine Schaufenster, wie im Hollywood-Film bei Tiffany aus New York. Eterna präsentiert neben seinen neuesten Modellen auch eine chronologische Abfolge ihrer Uhrwerke, und bei Mondaine ist alles Schwarz, Weiss und Rot. «Wir haben mit unseren Produkten besonders in Südamerika grossen Erfolg», sagt Aussendienstmitarbeiterin Ruth Greter. Und besonders Freude hat sie an dem Absatz des noch jungen Labels Luminox, welches Mondaine ebenfalls herstellt. «Uhren, die auch Werkzeuge sind, und vorwiegend von bestimmten Berufsgruppen gewählt werden.»

Doch nicht bloss Uhrenliebhaber kommen an der Baselworld ins Schwärmen. Auch alle, die sich gerne an Schmuck und Edelsteinen sattsehen, fühlen sich hier wie im Paradies. Sieht man dieses Angebot, glaubt man nie daran, je Krisenjahre durchlebt zu haben.

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