Bürenlauf

Trotz Corona-Massnahmen: Der Bürenlauf war ein voller Erfolg

Aufgrund des Schutzkonzepts gab es auch keine Siegerehrung und keinen Besucherauflauf. Die Teilnehmenden störten sich nicht daran.

«Endlich wieder einmal einen Lauf bestreiten», diese Aussage hörte man oft am Bürenlauf. Das Organisationskomitee setzte am Samstag um, was es seit einem halben Jahr minutiös geplant hat, nämlich den traditionellen Bürenlauf mit Schutzkonzept durchzuführen. Dafür waren zahlreiche Änderungen nötig, die aber nichts an der Attraktivität des Laufes für die über 1100 Startenden zur Folge hatten.

Es fanden sozusagen drei Laufevents statt, und zwar war der Morgen für die Kinder und Jugendlichen sowie für den zum ersten Mal durchgeführten Vaki-/Erki-/Muki-Lauf reserviert. Nach dem Mittag ging’s auf die Bürenlaufstrecke «light» von über 5 Kilometer, die sicherlich in diesem Jahr die Startenden wegen der nicht zu unterschätzenden Zusatzschlaufe stark forderte. «Diese Schlaufe hinauf zum Ofenhaus in Oberbüren einzubauen, war nötig, da der Start an die Bahnhofstrasse verlegt wurde», so Streckenführungschef Daniel Meile. Vorjahressiegern Delia Sclabas gewann das Rennen in 17:29 Minuten. Bei den Herren musste der Gewinner der letztjährigen Austragung Kiflay Mengestabe aus Biel dem jüngeren Cyrill Zürcher aus Frutigen den Vortritt lassen. Die Uhr stoppte für Zürcher bei 16:03 und Mengestabe benötigte 16:29.

Speakerin Mirja Jenni schickte alle Kategorien von der Bahnhofstrasse aus auf die Strecke und empfing die Lauf- und Walkingbegeisterten schliesslich im Stedtli. «In diesem Jahr den Umständen entsprechend ohne grossen Publikumsaufmarsch. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, die grossen und kleinen Wettkämpferinnen nicht am Start anzufeuern und ebenfalls am Ziel auf einen Empfang zu verzichten, damit keine Menschenansammlungen entstehen konnten.»

Bürenlauf 2020 mit neuem Streckenrekord

Mit den zahlreichen Anpassungen kamen die Angereisten gut zurecht. Keiner störte sich an der Maskenpflicht am Start. Alle Teilnehmenden wurden sowohl im Startbereich als auch im Ziel mit einer Maske eingedeckt. Die Masken durften kurz nach dem Start in Auffangbehälter entsorgt werden. Das grösste Teilnehmerfeld verzeichnete einmal mehr der Hauptlauf über 11,5 km. Auch hier fand kein Massenstart statt, sondern das Teilnehmerfeld überquerte den Start in zwei verschiedenen Startblöcken und die Zeit begann für jede und jeden erst nach der Überquerung des Startbalkens zu laufen. Céline Aebi aus Utzenstorf überquerte nach 45:24 den Zielbalken und verwies Linda Muther aus Feldbrunnen mit einer Laufzeit von 45:34 auf Rang zwei. Die drittklassierte Gertrud Wiedemann aus Zuchwil benötigte 46:54.

«Ich versuchte zu kämpfen, aber meine Beine waren heute schwer», analysierte Vorjahressieger Tefera Mekonen aus Konolfingen sein Rennen, welches er mit 39:24 als Tagesvierter beendete. Am schnellsten unterwegs war dieses Mal Fabian Aebersold aus Brügg mit 37:06. Er stellte damit auch einen neuen Streckenrekord auf: Er unterbot den bisherigen Rekord von Solomon Tesfamarian aus dem Jahr 2011 (37:25). Nur zwei Sekunden langsamer war der Langenthaler Fabian Kuert auf der schönen und abwechslungsreichen coupierten Laufstrecke unterwegs. Ein Diplom als Drittplatzierter durfte sich Nicola Hagger aus Boppelsen zu Hause ausdrucken. «Das Streichen der Rangverkündigung ist eine von zahlreichen Massnahmen, die wir aufgrund unseres Schutzkonzeptes kippten», klärte Dominic Walthert, Sicherheitsbeauftragter des Bürenlaufs auf. Zudem gab es auf dem Stedtliplatz kein Festzelt, keine Sponsorenaktivitäten und ebenfalls keinen Laufzeitenaushang. Dies erklärte dann auch den Griff zum Natel oder auf den Blick auf die Laufuhr der Athletinnen und Athleten kurz nach der Zielüberquerung.

Mitmachen steht an oberster Stelle

Für die Familie Hug Vetter aus Büren steht Mitmachen an oberster Stelle. «Klar interessieren wir uns auch für unsere Laufzeiten, aber als Familie am Bürenlauf dabei zu sein, zählt für uns», so Mutter Fränzi Hug, die über 5 km an den Start ging.

Die Klassenwertung entschied die Klasse 3b aus Büren für sich, gefolgt von der 7s und der 2a aus Büren. Den ersten Platz der Gruppenwertung teilen sich das Crossfit Öuf aus Zuchwil und Europa Donna Schweiz. Federleicht unterwegs erreichte Rang drei.

Die rund 100 Nordic Walkenden lassen sich nicht durch die laufende Uhr stressen. Sie tragen keinen Wettkampf um Podestplätze aus. Vielmehr geniessen sie die schöne Strecke auf überwiegend Feld- und Waldwegen.

Sponsoren blieben dem Bürenlauf treu

«Uns als Organisatoren war es wichtig, zu beweisen, dass es auch unter schwierigen Umständen möglich ist, Sport zu treiben. Ein Lauf findet im Freien statt und die Teilnehmenden setzten die Schutz-, Abstand- und Hygienemassnahmen gut um. Die Rückmeldungen, die wir von überall erhielten, waren durchwegs positiv», zog am Abend der Veranstaltung Adrian Diethelm Fazit. Ob der Lauf durch das Wegfallen von Festzelt und sonstigen Aktivitäten mit schwarzen Zahlen abschliessen kann, das werden die Auswertungen zeigen. «Alle Sponsoren blieben uns aber treu. Nur so konnten wir den Anlass überhaupt durchführen», so Diethelm.

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