Stadt Solothurn
Theaterfreunde helfen dem Stadttheater mit grosszügiger Unterstützung

Der Umbau des Stadttheaters ist in vollem Gange. Wegen der hohen Kosten, des Umbaus schliesst das Theater seine Jahresrechnung mit einem Minus von 10 000 Franken. Das Theater erhält aber von vielen Seiten Zuwendungen für diverse Projekte.

Helmuth Zipperlen
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In einem Jahr wird die Baustelle Geschichte sein.

In einem Jahr wird die Baustelle Geschichte sein.

Wolfgang Wagmann

Das Berufstheater ist in Solothurn eine feste Grösse. Das bewies erneut der zahlreiche Aufmarsch der Freunde des Stadttheaters Solothurn an der diesjährigen Generalversammlung.

Die in der Säulenhalle des Landhauses bereitgestellten Stühle reichten bei weitem nicht aus, weshalb in aller Eile weitere herbeigeschafft werden mussten. Präsident Markus Jenal konnte also ein volles Haus begrüssen.

Ein Beweis der Verbundenheit waren denn auch die namhaften Zuwendungen, die dem Theater für gezielte Projekte zur Verfügung gestellt werden konnten. Der Verkauf der Sessel, an der Generalversammlung 2013 lanciert, erbrachte den Erlös von rund 14 000 Franken, der vor allem zur Finanzierung des Abschlussfestes verwendet wurde.

Gut investiertes Geld

Aus Mitteln des Vereins wurden «Viel Lärm um Nichts», «Das Schloss» und «Figaros Hochzeit» unterstützt. Zusätzliche Gelder generierte die Arbeitsgruppe «Gönnerclub». Die gesammelten Gelder in Höhe von rund 16 000 Franken gingen an die Produktion «ROT» im Kunstmuseum und 5000 Franken an den Jugendclub für das Tanztheater «DA», das am 16. März Premiere feiern wird.

Es erstaunt wenig, dass die Jahresrechnung mit einem Verlust von rund 10 000 Franken abschliesst, die aus dem Vermögen gedeckt sind. Da in der Zeit, die ausserhalb des Theaters gespielt werden muss, viele zusätzliche Kosten entstehen, ist es sicher richtig, wenn der Verein der Theaterfreunde sich grosszügig erweist.

Finanzverwalter Raymond Melly unterbreitete zudem ein Budget 2014, das wieder einen Einnahmenüberschuss aufweist. Bei den Wahlen in den Vorstand für eine neue vierjährige Amtsdauer verzichtete die bisherige Vizepräsidentin Stefanie Schneider auf eine Wiederwahl. An ihrer Stelle wurde Madeleine Elmer ins Vizepräsidium gewählt.

Alle übrigen Mitglieder des Vorstandes wurden bestätigt.

Exklusive Vorabinformationen

Theaterdirektor Dieter Kaegi konnte vermelden, dass die Umbauarbeiten im Stadttheater sowohl hinsichtlich der Termine als auch der Finanzen sich im grünen Bereich bewegen. In elf Monaten sollte das umgebaute Theater wieder bespielt werden können.

«Wir können uns aufs einzige Barocktheater der Schweiz freuen. Ganz Europa wird darüber staunen.» Weder Dieter Kaegi noch Schauspielchefin Katharina Rupp wollten zu viel verraten. Zu entlocken war ihnen lediglich, dass der Spielplan nach der Wiedereröffnung dem äusseren Rahmen angepasst sei. Exklusive Vorinformationen sollen am 10. März um 18.30 Uhr im barocken Rittersaal des von Roll-Hauses vermittelt werden.

Der Gönnerclub wird auch in diesem Rahmen versuchen, zusätzliche Mittel für das Eröffnungsfest zu sammeln. Vonseiten des Theaters als auch von jener des Vereins wurde die gute Zusammenarbeit betont.

Nebst den Abonnenten sei der Verein ein zweites Standbein für die Existenzsicherung des Theaters, meinte Katharina Rupp und schloss gleichzeitig noch eine dringliche Bitte an. Durch den Umbau des Theaters gehen zwei Theaterwohnungen verloren, in denen gastierende Mitglieder untergebracht werden konnten.

Deshalb sucht das Theater nun dringend Unterkünfte für solche Gäste, die nur einige Monate in Solothurn weilen. Das Sekretariat freut sich über entsprechende Anrufe. Die neue Verwaltungsdirektorin, Carole Trousseau-Ballif, stellte sich den Vereinsmitgliedern nicht mit Zahlen vor, sondern sprach über die Leidenschaft des Theaters, die auch schwierige Zeiten überdauert.