Die Gemeindeversammlung Härkingen hiess den Voranschlag für das Jahr 2018 ohne Gegenstimmen gut. In der Erfolgsrechnung budgetiert man einen Aufwandüberschuss von 586 834 Franken. Dieser resultiert aus einem Gesamtaufwand von 9,29 Mio. Franken und einem Gesamtertrag von 8,71 Millionen Franken.

Die Steuersätze für natürliche und juristische Personen wurden auf den bisherigen 89 Prozent der einfachen Staatssteuer belassen, ebenso der Steuersatz von 62 Prozent für Holding- und Domizilgesellschaften.

Die Einwohnergemeinde Härkingen verfügt über ein Eigenkapital von 5,78 Millionen Franken. Das für das nächste Jahr budgetierte Defizit von 586'834 Franken kann mit diesem Eigenkapital aufgefangen werden. Laut dem Finanzplan, den Gemeindeverwalterin Franziska Wyss vorstellte, muss auch in den kommenden Jahren mit einem Aufwandüberschuss gerechnet werden. Deshalb dürfte das Eigenkapital bis ins Jahr 2023 auf 1,8 Millionen Franken schmelzen.

Härkingen zählt dank den dort ansässigen Firmen zu den finanzstärksten Gemeinden des Kantons Solothurn. Auf dem Steuerkraftindex liegt das Gäuer Dorf mit einem Quotient von 162,73 hinter Kammersrohr, Feldbrunnen und Däniken an vierter Stelle. Deshalb bezahlt Härkingen trotz Abfederung durch den Härtefallausgleich gut 1 Millionen Franken in den kantonalen Finanzausgleich. Andererseits profitiert Härkingen von der neuen Regelung der Schülerpauschale mit einem höheren Subventionsbeitrag des Kantons von 38 Prozent oder rund 0,43 Millionen Franken. Ohnehin ist der Bereich Bildung mit brutto 3 Millionen Franken der grösste Budgetposten.

Zusätzliches Schulzimmer

Im Schuljahr 2018/19 wird die Schülerzahl in Härkingen derart anwachsen, dass bei den Primarschulklassen eine zusätzliche achte Abteilung gebildet werden muss. Wie Rainer Hänggi, Chef des Ressorts Liegenschaften, erläuterte, soll der zusätzlich benötigte Schulraum gewonnen werden, indem man bei der bisher grossen Schulhausbibliothek eine Zwischenwand einzieht. Die 24 anwesenden Stimmberechtigten hiessen den vom Gemeinderat beantragten Umbaukredit von 100'000 Franken einstimmig gut. Von dieser Summe werden 65'000 Franken für Bauarbeiten und 25'000 Franken für die Ausstattung des Klassenzimmers aufgewendet.

Auch ohne Gegenstimmen genehmigte die Versammlung den Kredit von rund 60'000 Franken für die dritte Tranche, um die Strassenbeleuchtung auf LED-Technik umzustellen. Mit diesem Betrag werden die alten Lampen im Gebiet Dingerten-Länggasse-Häberlig ersetzt.

Infogram: Budget Härkingen

Personelle Änderungen

Nachdem Gemeindepräsident Daniel Nützi zügig durch die Versammlung geführt hatte, informierte er darüber, dass der Gemeinderat zum Schluss gekommen sei, betreffend dem zum Verkauf ausgeschriebenen Grundstück neben der Gemeindeverwaltung nicht aktiv zu werden. Die Gemeinde habe hier keinen Bedarf für eigene bauliche Erweiterungen und möchte auch kein falsches Zeichen mit nicht-überbautem Land im Dorfzentrum aussenden.

Claudia Müller arbeitete seit neuneinhalb Jahren als Gemeindeschreiberin von Härkingen. Nun suchte sie seine neue Herausforderung und wechselt in die Zürcher Seegemeinde Männedorf. Gemeindepräsident Nützi verabschiedete sie offiziell und dankte ihr für ihr Wirken mit einem Blumenstrauss. Die Nachfolgerin von Müller, Sandra Hänggi aus Oberbuchsiten, wird ihre neue Stelle am 1. März 2018 antreten.