Kantonsstrasse Egerkingen
Zweiter Strassenteil wird nun saniert

Am Montag beginnen die Bauarbeiten an der sanierungsbedürftigen Kantonsstrasse im Dorfkern.

Philipp Felber
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Nach der linken Bachseite, die letztes Jahr saniert wurde, ist nun die Reihe an der Kantonsstrasse auf der rechten Bachseite im Dorfzentrum.

Nach der linken Bachseite, die letztes Jahr saniert wurde, ist nun die Reihe an der Kantonsstrasse auf der rechten Bachseite im Dorfzentrum.

Bruno Kissling

Holprig und löchrig verbindet die Martinstrasse momentan den Kreisel im Dorfzentrum mit der St. Martins-Kirche. Doch dies wird nun geändert, denn nachdem im letzten Jahr der Bachlauf und die Strasse auf der linken Bachseite an der Martinstrasse saniert wurden, ist nun die rechte Bachseite dran.

Am Montag werden die Arbeiten aufgenommen. Der grösste Teil der Bauarbeiten sollte bis September 2017 abgeschlossen sein, so die Zielvorgabe des Kantons.

Denn nachdem für die bereits abgeschlossene linke Bachseite die Gemeinde federführend war, ist es nun der Kanton. «Die Gemeinde hat ein ganzes Gestaltungskonzept aufgegleist, da macht es Sinn, wenn wir die Kantonsstrasse im gleichen Zug sanieren», sagt Adrian Schaad vom Amt für Verkehr und Tiefbau.

Die beiden Strassenzüge sollen ein optisch aufeinander abgestimmtes Gesamtwerk werden. Dafür wird auf der rechten Bachseite ein neuer Belag eingebaut. Der alte sei zum Teil nur gerade fünf Zentimeter dick, sagt Bauleiter Benjamin Rogger. Zu sehen ist dieser Mangel bei den etlichen Löchern auf der Strasse, bei denen der Kies der unteren Schicht hervorquillt.

Natürlich kein Zustand für eine Strasse. Rogger rechnet damit, dass neben den Belagsarbeiten auch die Strassenfundation erneuert werden muss. Denn: «Hier kann man wohl sagen, dass die Strasse richtig alt ist», sagt Schaad. Die beiden gehen davon aus, dass der Belag der Strasse über 50 Jahre alt ist. Ein biblisches Alter für eine Strasse.

Startschuss nach Umzug

Positiv für die Strassenbauer ist, dass nur wenige Werkleitungen neu erstellt werden müssen, so geht es zügig voran. Der Umgang 2017, das Egerkinger Dorffest, soll schliesslich bereits auf der sanierten Strasse stattfinden können. Doch es werden neben den Belagsarbeiten noch andere Arbeiten auszuführen sein. So wird im oberen Teil der Martinstrasse ein Trottoir baulich manifestiert, statt dem heute nur als Bodenmarkierung existierenden Fussweg.

Die bestehenden Zebrastreifen vom Kreisel bis zur Kirche werden teilweise aufgehoben, da sie die geltenden Sicherheitsrichtlinien nicht erfüllen. Nur diejenigen beim Kreisel und in der Verlängerung der Kleinfeldstrasse werden beibehalten und zudem sicherheitstechnisch stark verbessert, indem Warteräume für Fussgänger erstellt werden. Ein Vorteil, vor allem auch weil die Verbindung als Schulweg genutzt wird.

Die Bauarbeiten werden aus gutem Grund am Montag anlaufen. «Da am Samstag noch der Fasnachtsumzug stattfindet, starten wir erst danach», erklärt Schaad. Zuerst wird die linke Seite der Kantonsstrasse vom Kreisel bis zur Kleinfeldstrasse saniert.

Danach folgt die rechte Seite, ehe im Anschluss dasselbe Spiel mit dem Abschnitt bis zur Vorstadt und dem Einlenker Domherrenstrasse geschieht. Während dieser Zeit wird die Strasse innerhalb der Bauetappen einspurig befahrbar und mit Lichtsignalanlagen versehen sein. Damit kein Rückstau in den Kreisel entsteht, wird dieser ebenfalls in der ersten Phase miteinbezogen bezüglich der Lichtsignale.

Lindenplatz besser definieren

Zu den Bauarbeiten an der Kantonsstrasse kommen zusätzlich der Ausbau eines Abschnitts der Domherrenstrasse und die Neugestaltung des Martin- und Lindenplatzes. Ersteres unter der Federführung der Einwohnergemeinde, letztere zwei unter deren der römisch-katholischen Kirchgemeinde.

«Für die Bauzeit von zwei bis drei Wochen wird die Domherrenstrasse für den Durchgangsverkehr gesperrt sein», sagt Benjamin Rogger. Dies natürlich nicht auf der ganzen Länge, sondern nur bis zum Lindenplatz in direkter Nachbarschaft der Kirche. Dies ist nötig, weil die Breite der Strasse nicht ausreicht, um diese einspurig zu befahren.

Als bauliche Einheit soll künftig auch der Martinsplatz vor der Bruder-Klaus-Statue der Kirche in das Gesamtkonzept eingegliedert werden. Zudem wird der Lindenplatz durch zwei Strassensteinbänder klarer als Platz definiert. Damit soll der Strassenabschnitt der Domherrenstrassen direkt zwischen Kirche und Pfarreiheim als eine Einheit wahrgenommen werden.

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