Herbetswil
Zwei Abende lang volle Halle und totale Unterhaltung

Der Musikverein, die Jugendmusik und die Theatergruppe begeisterten an der zweitägigen Veranstaltung in Herbetswil das Publikum.

Stefan Müller-Altermatt
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Zwei Abende hintereinander eine praktisch volle Halle und musikalische sowie theatralische Glanzleistungen: Dieses Fazit kann man aus den Konzert- und Theaterabenden des Musikvereins Herbetswil ziehen.

Es war ein gewisses Risiko, welches der Musikverein Herbetswil mit dem grosszügigen Unterhaltungsprogramm einging. Doch schon kurz nach Saalöffnung am Freitagabend zeigte sich, dass das breite Programm auch tatsächlich mit viel Publikum belohnt wird.

Musikalisch und theatralisch

Den Freitagabend bestritt die Jugendmusik «Valley Brass» und die Theatergruppe des Musikvereins. Unter Dirigent und Musikschulleiter Roger Stöckli begeisterten die jungen Musikanten und Musikantinnen das Publikum. Vom Höhepunkt des Konzertes verlangte das Publikum gar eine zweite Aufführung: Lady Gagas «Pokerface», gesungen von Julia Fluri. Am Samstag übernahm der Musikverein Herbetswil die Rolle des Einheizers. Satten, sauber intonierten und abwechslungsreichen Sound präsentierte der Verein unter der Leitung von Dirk Amrein.

Die beiden Konzerte waren jeweils Einheizer für ein ehrgeiziges Theaterprojekt: Die Theatergruppe Herbetswil zeigte die äusserst rasante und turbulente Komödie «Liebi macht erfinderisch». Trocken, ausdrucksstark und immer wieder verblüffend platzierten die Schauspieler Pointe um Pointe. Es blieb kein Auge trocken.

Im Mittelpunkt des Stücks stehen der Taxichauffeur Hugo Meier (Pascal Brunner), der ein Doppelleben mit zwei Frauen führt, und dessen Freund Oskar Stöckli (Ruedi Schenk), der ihm aus der Patsche helfen will. Nicht minder originell daher kamen die bis zur Hysterie ausflippenden Ehefrauen Monika und Brigitte (Salome Brunner und Ramona Hug), die resolute Stadtpolizistin Amstutz (Sylvia Kohler) und deren naiver Kollege Hungerbühler von der Kantonspolizei (Michael Gorgo) sowie die beiden Akteure, die alles nur noch schlimmer machten, nämlich der dem männlichen Geschlecht zugeneigte Nachbar Bobby (Peter Brunner) und der Reporter des Blicks (Alfred Eggen).

Die Meinung im Publikum war einhellig: Diese Aufführung war schlicht grandios. Und mit diesem Echo dürfte jetzt schon klar sein, dass ein einziger Abend für einen gemeinsamen Auftritt von Musikverein, «Valley Brass» und Theatergruppe Herbetswil kaum reichen wird, um das ganze Publikum in der Halle unterzubringen.

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