Genossenschaft für Altersbetreuung und Pflege Gäu
Zum zehnten Geburtstag gabs für die Genossenschaft einen neuen Bus

Die Genossenschaft für Altersbetreuung und Pflege Gäu feierte ihr 10-Jahr-Jubiläum mit einem grossen Fest. Als Geburtstagsgeschenk erhielt die Genossenschaft einen neuen Personenbus.

Urs Amacher
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Am Jubiläumsfest wurde auch der neue Personentransporter eingeweiht.

Am Jubiläumsfest wurde auch der neue Personentransporter eingeweiht.

HR Aeschbacher

Im Jahre 2004 gründeten acht Gäuer Gemeinden die Genossenschaft für Altersbetreuung und Pflege Gäu (GAG). Dieses runde Jubiläum wollte gefeiert werden. Deshalb stellte ein Organisationskomitee um Lisa Sommer, Leiterin der Aktivierung bei der GAG ein grosses Jubiläumsfest auf die Beine.

Kein Geburtstag ohne Geburtstagsgeschenk. Die Genossenschaft erhielt einen neuen Personenbus und nahm diesen in einem Festakt feierlich entgegen. Das Fahrzeug kann entweder acht Passagiere oder fünf Rollstuhlpassagiere und drei weitere Personen transportieren. Es dient dem Transfer von Bewohnerinnen und Bewohnern zwischen den Heimen in Niederbuchsiten, Oensingen und Egerkingen, aber auch für kleinere Gruppenausflüge. An die Kosten für den Kauf und den rollstuhlgängigen Umbau haben Institutionen, Firmen und zahlreiche Privatpersonen mehr als die Hälfte beigesteuert, wie GAG-Geschäftsleiter Rüdiger Niederer nicht müde wurde zu betonen und zu danken.

Dringende Sanierungen

Keine Geburtstagsfeier ohne Reden. Alfons von Arx, Präsident des GAG-Verwaltungsrats, erinnerte daran, wie viel Hindernisse es seit der Gründung der Genossenschaft zu umschiffen galt. Schon beim Start bestand Handlungsbedarf bei den drei Altersheimen im Gäu.

Es war klar, dass die bestehenden Heimgebäude in Oensingen, Niederbuchsiten und Egerkingen dringend saniert werden mussten. «Heute haben wir mit dem Sunnepark Egerkingen und den Roggenpark Oensingen zwei neue Alterszentren; als drittes kommt demnächst die erneuerte Stampfenmatt Niederbuchsiten dazu», zog Alfons von Arx Bilanz.

Bei der Gründung der GAG standen die Einwohnergemeinden Pate. Christian Kühni, Präsident der Gemeindepräsidentenkonferenz Gäu, rief die Vorgeschichte in Erinnerung. Um die Jahrtausendwende sei absehbar gewesen, dass die Altersheime im Thal und Gäu bald nicht mehr genügen würden. Im Jahre 2003 bewilligten die Gäuer Gemeinden – das Thal wollte sich damals nicht beteiligen – erstmals Geld für eine zukunftsorientierte Lösung.

Verwaltungsratspräsident Alfons von Arx (am Mikrofon) hält Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre seit der Gründung derGenossenschaft.

Verwaltungsratspräsident Alfons von Arx (am Mikrofon) hält Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre seit der Gründung derGenossenschaft.

HR Aeschbacher

Am 15. Dezember 2004 gründeten die acht Gemeinden Egerkingen, Härkingen, Kestenholz, Neuendorf, Nieder- und Oberbuchsiten, Oensingen sowie Wolfwil die Genossenschaft für Altersbetreuung und Alterspflege Gäu (GAG). Die Gründungsversammlung wählte einen fünfköpfigen Verwaltungsrat: Alfons von Arx, Oberbuchsiten (Präsident), Werner Hunziker, Oensingen (Vizepräsident), Hansjörg Schürmann, Egerkingen, Karl Bürgi, Neuendorf, und Silvan Hafner, Wolfwil. Trotz grosser Belastung sind sie an der Jubiläumsfeier noch immer tatkräftig dabei. Erst an der Versammlung 2014 wurde der Verwaltungsrat um die zwei Mitglieder Andreas Lüthi und André Grolimund aufgestockt, um den sich abzeichnenden Generationenwechsel abzufedern.

Kühni lobte die Entscheidungen, welche die GAG in den zehn Jahren getroffen hat. Statt für eine Sanierung in Egerkingen votierte sie für einen Neubau. Auch der Roggenpark Oensingen konnte kürzlich den Betrieb aufnehmen. Die Stapfenmatt Niederbuchsiten wird sich neu ausrichten und sich nach sanfter Sanierung der Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz widmen.

Musikalischer Höhepunkt

Den Höhepunkt der Feier bildete
der Auftritt der Gesangsschülerinnen der Musikschule Gäu unter der Leitung von Regina Tondi. Die neun jungen Frauen sangen, begleitet von Florian Baumann am Klavier, ein Set von Songs wie «The Rose» und «You raise me up, to more than I can be» von Secret Garden.

Dabei zeigten sie sich als «All Stars», indem jede der Sängerinnen abwechselnd Soloparts übernahm. Der Chor bezog auch das Publikum im Festzelt mit ein, indem er es mit Volksliedern zum Mitsingen animierte, bevor die Gesangsformation mit dem ABBA-Hit «Thank you for the music» den kulturellen Teil abrundete.

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