Das Jahr 2016 soll für Wolfwil kein gewöhnliches werden, verspricht Bruno A. Wirth, Präsident der Kulturkommission Wolf, mit Blick auf das 750-Jahr-Jubiläum der Gemeinde. Diese wurde am 18. Juli 1266 erstmals urkundlich erwähnt, als Graf Ludwig von Froburg in Olten der Abtei Olsberg zu Arisdorf Güter verkaufte. Mit dabei als Zeuge war damals ein gewisser Rudolfo, der Weibel von «Wolfwiler». «2016 jährt sich dieses für Wolfwil geschichtsträchtige Ereignis zum 750. Mal und das wollen wir gebührend feiern, sagt OK-Präsident Wirth.

Geplant sind Feierlichkeiten übers ganze Jahr. «Das Festjahr soll nachhaltig sein und über 2016 hinaus wirken», meint Wirth zu den Zielen des Organisationskomitees. Dieses ist auf 36 Personen angewachsen und dürfte noch grösser werden. «Wir wollen möglichst viele Personen einbinden, um im Dorf eine breite Abstützung zu erreichen.»

Gestartet wird am 2. Januar 2016 mit dem Neujahrsapéro, es werden Anlässe folgen mit Aktivitäten und Attraktionen, bestritten von Ortsvereinen, Organisationen, Gruppen oder gar Einzelpersonen. Der Gewerbeverein Wolfwil wird noch vor Ostern 2016 in Zusammenarbeit mit einem Köhler einen Kohlemeiler aufbauen.

Festumzug mit 25 Sujets

Wirth geht davon aus, dass das Programm im Verlauf dieses Jahres noch weiter wachsen wird. Das Geburtstagsfest der Gemeinde auf dem Areal rund um die Schulanlagen beginnt am Freitag, 24. Juni 2016, 18 Uhr und dauert geschlagene 48 Stunden bis Sonntag. Am Eröffnungstag wird zu später Stunde auch der erwähnte Kohlemeiler im Beisein der Bevölkerung geerntet.

Den Höhepunkt bildet am Samstag, 25. Juni, ein Festumzug. Bis jetzt haben sich zehn Vereine und Gruppen aus Wolfwil angemeldet, so die Feuerwehr, Brass Band Harmonie, Turnvereine, Jugendgruppe der Pfarrei und GoWildWest-Ranch. Gebucht ist bereits die Firma Feldschlösschen mit einem Sechsspänner. Auch auswärtige Umzugsteilnehmer, vorzugsweise aus dem Gäu, sind willkommen. 25 Sujets nennt Wirth als Ziel. Der Festakt zum 750. Geburtstag von Wolfwil steigt am Sonntag, 26. Juni 2016.«Das ganze Dorf soll auf den Beinen sein und an dieser Geburtstagparty teilnehmen.» Wer wolle, könne 48 Stunden am Stück auf dem Festgelände verbringen.

Auf ihre Kosten kommen sollen auch Familien mit Kindern, für die im Dorf ein Elfen- und Wichtelweg mit kleinen Häuschen aufgebaut wird. An den verschiedenen Posten kann gespielt, gerätselt, gesucht und versteckt werden. Realisiert wird das Projekt von der Jugendgruppe der Pfarrei unter der Leitung von Ruth Büttiker. Der Elfen- und Wichtelweg soll nach dem Fest in den Wald verlegt werden, wie Wirth erwähnt.

Das Dorf wird eingestrickt

Bunte Werbung für das Dorffest machen werden Frauen, Männer, Kinder, Jugendliche und Gruppen, indem sie das Dorf einstricken, ihm quasi einen Pullover überziehen. Die Idee stammt von der ehemaligen Obernärrin Zita Müller-Ackermann, die zusammen mit vielen Helferinnen und Helfern insbesondere die Route des Umzugs einstricken wird. «Wer heute schon mit Stricken beginnen will, kann sich bei Zita Müller mit Wolle und Ideen eindecken», sagt Wirth verbunden mit dem Aufruf, dass dafür Wolle jeder Art sowie alte und saubere T-Shirts gesammelt werden. Eingestrickt werden kann alles, was sich dafür anbietet. Vom Kandelaber über Hydranten bis hin zu Geländern, Bäumen oder Fahrrädern ist alles möglich. «Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt», so der OK-Präsident.

Buttons, Kübeli und Wein

Die 750-Jahr-Feierlichkeiten finanzieren will das OK mit dem Verkauf von Fest-Buttons, beschrifteten und nummerierten Bierkübeli und besonders etikettiertem Wein. «Vom Festwein wurden am vergangenen Sonntag beim Neujahrsapéro bereits über 100 Flaschen verkauft», schwärmt der OK-Präsident. Weitere Einnahmen erhofft sich Wirth durch den Gewinn aus dem Betrieb der Festwirtschaft sowie Spenden und Zuwendungen von Sponsoren und Gönnern. «Wir sind auf Kurs», meint Wirth zum Stand der Vorbereitungen. Noch gebe es allerdings viel zu tun. Das Festjahr 2016 werde aber mit Sicherheit ein Erfolg. «Dafür werden die festerprobten Wolfwilerinnen und Wolfwiler sorgen», zeigt sich Wirth überzeugt.