Gänsbrunnen
Zu klein für eine eigenständige Kirchgemeinde

Gänsbrunnen ist mit nur noch 19 Katholiken nicht mehr in der Lage, eine eigene Kirchgemeinde zu führen. Für Kirchgemeindepräsident Robert Haefeli ist deshalb die geplante Fusion mit der Kirchgemeinde Welschenrohr ein besonders wichtiger Entscheid.

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Gänsbrunnen

Gänsbrunnen

Alois Winiger

Die Kirchgemeinde Gänsbrunnen zählt noch 19 Katholiken, wie Kirchgemeindepräsident Robert Haefeli erklärt. Minimal besetzt mit drei Räten ist auch der Kirchenrat. Die angestrebte Fusion mit der Kirchgemeinde Welschenrohr bezeichnet Haefeli deshalb als besonders wichtig. Gänsbrunnen sei einfach nicht mehr in der Lage, selbst eine Kirchgemeinde zu führen. Dazu komme, dass er selbst aus gesundheitlichen Gründen das Präsidium abgeben wolle, so der 72-Jährige.

Mit der Fusion würde von der rechtlichen Seite her festgeschrieben, was sich in der Praxis längst bewährt habe. Die seelsorgerische Betreuung von Gänsbrunnen erfolge schon seit Jahren über Welschenrohr und neu vom Pastoralraum aus. Zudem würden die Bücher der Pfarrei bereits jetzt in Welschenrohr geführt und die Kinder aus dem Dorf besuchten dort sowie in Matzendorf den Religionsunterricht. Beibehalten würden auch die wöchentlichen Messen in der Kirche St . Joseph. Diese hat die kleine Kirchgemeinde 2013 für 1,1 Mio. Franken renoviert, wofür sie 2014 mit dem Heimatschutzpreis ausgezeichnet wurde. «Wir können schuldenfrei mit der Kirchgemeinde Welschenrohr fusionieren», sagt Haefeli nicht ohne Stolz.

Bei der am 21. April zeitgleich mit Welschenrohr angesetzten Kirchgemeindeversammlung rechnet Haefeli mit einem einstimmigen Votum für die Fusion. Danach könne der dafür nötige Urnengang vom 5. Juni vorbereitet werden. Inkrafttreten würde der Zusammenschluss am 1. Januar 2017, vorbehaltlich der Zustimmung durch den Regierungsrat und den Kantonsrat sowie den Bischof. (eva)