Kein Weiterzug
Zu 12 Jahren verurteilt: Axtmörder von Balsthal zieht Urteil nicht weiter

Der Balsthaler H.R., der 2009 seine Frau mit einem Beil erschlug, akzeptiert das Urteil des Obergerichts. Dieses bestätigte im Februar 2013 die 12-jährige Freiheitsstrafe, die bereits vom Amtsgericht Thal-Gäu verhängt wurde.

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H.R vor der Verhandlung vor Obergericht.

H.R vor der Verhandlung vor Obergericht.

Tele M1

H.R. zieht das Urteil nicht ans Bundesgericht weiter, wie der Anwalt des Täters gegenüber Radio32 bekannt gab.

Mord, keine Tötung

Die Verteidigung des Beschuldigten hatte den Fall nach der Verhandlung vor Amtsgericht ans Obergericht weitergezogen und eine Verurteilung wegen Tötung beantragt. Staatsanwaltschaft und Amtsgericht hatten die Tat als Mord erachtet.

Das Obergericht teilte diese Ansicht, es ging von einem mittelschweren Verschulden aus und setzte die Strafe bei 14 Jahren an, reduzierte den Freiheitsentzug allerdings auf 12 Jahre. Das kooperative Verhalten von H. R. bei der Untersuchung, sowie die Tatsache, dass er glaubhaft am Tod seiner Frau leide, wirke sich strafmildernd aus, hiess es bei der Urteilseröffnung.

H.R. hatte 2009 seine 40-jährige Frau im Keller des Einfamilienhauses in Balsthal mit einem Beil mindestens sechs Mal auf den Kopf eingeschlagen - aus Eifersucht. Der Mann hatte gedacht, dass seine Ehefrau ein Verhältnis mit dem Nachbarn hatte. Der Verdacht erwies sich im Nachhinein als haltlos.

Vor Gericht attestierte man ihm eine Persönlichkeitsstörung mit Eifersuchtswahn. (ldu/cnd)

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