Vier junge Leute aus Matzendorf, Herbetswil und Laupersdorf traten an der letzten Gemeinderatssitzung vor die Räte. Die 16- bis 22-Jährigen sind begeisterte Musiker und möchten den Zivilschutzraum Neuzelg als Übungsraum nutzen. Bei der Diskussion stellte sich heraus, dass dieser Raum schon mal als Musikraum genutzt wurde und leer steht. «Der Gemeinderat steht für die Jugend ein und unterstützt solche Anliegen», war man sich einig. Daher wird der Zivilschutzraum den Jugendlichen ein Jahr zur Probe gratis zur Verfügung gestellt. Wasser- und Stromkosten gehen zulasten der Musiker. Allfällige Renovationsarbeiten müssten die vier selbst und auf ihre Kosten vornehmen.

Gemeindepräsident Marcel Allemann machte deutlich, dass er weder Partys noch irgendwelche Drogen im und um diesen Raum toleriert. Mit dem Versprechen, anlässlich einer Gemeindeversammlung aufzutreten, machten sich die vier Musiker sichtlich erleichtert und glücklich auf den Heimweg. An dieser letzten Gemeinderatsitzung im alten Jahr waren alle Mitglieder der Kommission für öffentliche Bauten und Anlagen anwesend. Die Kommission besteht nur noch aus drei Personen, nachdem zwei Mitglieder demissionierten. Nun sollen die beiden ausgeschiedenen Personen ersetzt werden. So wurden David Meister und Raphael Ackermann durch den Gemeinderat einstimmig in diese Kommission gewählt. Zudem tritt Markus Egli als Kulturverantwortlicher zurück. In Toni Fluri konnte ein ebenbürtiger Nachfolger gefunden werden. Fluri stellt sich somit als Kulturverantwortlicher für Matzendorf zur Wahl. Die Wahl durch den Gemeinderat soll am 15. Januar anlässlich der Sitzung erfolgen.

Mittagstisch für Kinder geplant

Gabriela Imesch, Hauptleiterin der Spielgruppe Pingu, und Regula Nussbaumer, Spielgruppenmitarbeiterin, wollen nach den Sommerferien 2019 einen Mittagstisch mit integrierter Nachschulbetreuung anbieten, und zwar dienstags und donnerstags. Bei entsprechender Nachfrage sind die beiden Frauen bereit, eine Erweiterung des Angebotes zu prüfen. Sie präsentierten dem Rat ihr Konzept und stellten die Resultate ihrer Umfrage vor. Im Vergleich zur letzten Erhebung, welche im Jahr 2014 durchgeführt wurde, ist die Nachfrage für ein solches Angebot deutlich gestiegen. Dies könnte in direktem Zusammenhang mit den vielen zugezogenen Familien stehen. Der Gemeinderat unterstützt das Vorhaben.

Anlässlich der Gemeindeversammlung scheiterte das Postulat «Kirchstrasse Tempo 30» deutlich. Das Problem muss aber trotzdem angegangen werden. Noch an der Gemeindeversammlung versprach das Gemeindeoberhaupt, dieses das ganze Dorf betreffende Thema im Gemeinderat zu besprechen. Der Gemeinderat ist sich einig, dass «Tempo 30» im Dorf keine zufriedenstellende Lösung ist. Es sollen weitere wirkungsvollere Massnahmen geprüft werden. Wie Allemann an der Gemeindeversammlung erwähnte, soll im neuen Jahr eine Arbeitsgruppe gegründet werden, welche sich dieses Themas fokussiert annimmt. Der Gemeinderat unterstützt diese Entscheidung vollumfänglich.

Gemeindepräsident sagt «sorry»

Mit einem Schmunzeln stellte der Gemeindepräsident fest, dass das Aedermannsdörfer Wasser dieselbe Qualität aufweist wie das Matzendorfer Wasser. Dies bedeutet, dass es in Matzendorf nicht nochmals durch die UV-Anlage behandelt werden muss. Während der Gemeindeversammlung sei darüber leider nicht korrekt informiert worden. (mgt)