Balsthal
Zahnarztpraxis: Störungen aufgrund «unmöglicher» Reaktionen wegen Akten

Die Situation in und um die Zahnarztpraxis Balsthal am Sagibachweg 3 hat sich offenbar noch nicht beruhigt. In dieser Praxis gab es jüngst einen Wechsel mit Folgen, die für Verwirrung und Ärger sorgten.

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Diese Inserate sorgten für ersten Wirbel um die Zahnarztpraxis. (Archiv)

Diese Inserate sorgten für ersten Wirbel um die Zahnarztpraxis. (Archiv)

Solothurner Zeitung

Nun ist vorab wegen der Handhabung der Patientenakten (Krankengeschichten) Aufregung aufgekommen: «Aufgebrachte Patienten stören auf peinliche, unerzogene und penetrante Art unser Tagesgeschäft», berichtet der Zahnarzt Christian Quast, der die Praxis nun führt. Die Störungen erfolgten sowohl per Telefon als auch durch unangemeldete Besuche in der Praxis.

Wem gehören die Originalakten?

Der zentrale Punkt dabei: Wem gehört das Original der Krankengeschichte? Wir veröffentlichten in einem ersten Beitrag vom eine Aussage des Präsidenten der Zahnärztegesellschaft Kanton Solothurn, wonach das Original dem Patienten gehört. Doch dies musste widerrufen werden. Gemäss Auskunft des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten «lässt sich aus dem Datenschutzgesetz kein Recht auf die Herausgabe der Krankengeschichte ableiten. Die Auskunft ist in der Regel schriftlich, in Form eines Ausdrucks oder einer Fotokopie sowie kostenlos zu erteilen». (Siehe http://www.edoeb.admin.ch).

Christian Quast betont: «Wer bei uns Einsicht in die Akte wünscht, dem wird sie vorgelegt beziehungsweise in Kopie gegen Quittung übergeben.» Röntgenbilder würden auf CD gebrannt. Bei grösserem Aufwand erlaube man sich, den Aufwand zu berechnen. (wak)

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