Nach einem vergnüglichen Powerpoint-Rückblick auf das strenge Vorbereitungslager in Bellwald begrüssten die jungen Musikantinnen und Musikanten das Publikum mit den mächtigen Klängen, die sich der amerikanische Komponist John Williams unter dem Titel «The Olympic Spirit» für die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 1988 in Seoul einfallen liess.

Schon mit diesem ersten Stück zeigte die Band mit einem tollen Sound, präzisem Spiel und fein abgestufter Dynamik, wie gewissenhaft sie sich im Musiklager auf ihren grossen Auftritt vorbereitet hatte.

Solistin wusste zu glänzen

Etwas sentimental und dann wieder sehr temperamentvoll kam das nächste Stück «Libertango» daher. Diese Komposition stammt von Bandoneon-Spieler und Erneuerer des argentinischen Tangos, Astor Piazzolla. Arrangeur Dan Price gestaltete daraus ein anspruchsvolles Saxofon-Solo, das Solistin Lara Schalt mit wunderschönem Ton und ausgefeilter Technik vortrug, was mit grossem Applaus belohnt wurde.

Durch die alten Sagen um die germanische Göttin Freya liess sich der Belgische Musiker Kevin Houden zu seiner Komposition «Cry oft he Falcon» inspirieren. In vielen intensiven Proben hatte die YCB dieses sehr anspruchsvolle Stück einstudiert und der Aufführung entgegengefiebert. Und dieser grosse Einsatz hat sich gelohnt. Das Publikum war von dieser tollen Darbietung hell begeistert und entliess die Band mit riesigem Applaus in die Pause.

Publikum verlangte Zugaben

Zurück auf der Bühne zog die YCB ihre Gäste mit dem fetzigen «Jungle Dixie» von Mario Bürki gleich wieder in ihren Bann und fügte dem musikalischen Regenbogen damit eine weitere Farbe bei. Dass sie dem Können ihrer «blasenden» Kolleginnen und Kollegen in nichts nachstehen, zeigten die Perkussionisten im Jazzstandard «Afro Blu» von Ramón «Mongo» Santamaria.

Diesen südamerikanischen Rhythmen liess die Band mit «Born To Be Wild» einen «Steppenwolf»-Hit folgen und wollte dann mit «Over the Rainbow» aus dem Musical-Film «Der Zauberer von Oz» den musikalischen Regenbogen vollenden und ihr Konzert beenden.

Damit war das völlig begeisterte Publikum aber gar nicht einverstanden und verlangte mit riesigem Applaus nach Zugaben, die mit «1999» von Prince und einer zweiten Aufführung des «Jungle Dixie» auch gerne gewährt wurden.