Laupersdorf
Wozu dient eigentlich die Fachkommission Schule noch?

Dem Gemeinderat lag ein Antrag vor, die Fachkommission Schule (FKS) aufzulösen. Das Aufgabengebiet der FKS sei nicht klar definiert, dies führe wiederholt zu Missstimmungen zwischen FKS und Gemeinderat. Doch man will nochmals über die Bücher gehen.

Rudolf Schnyder
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Ob es Überschneidungen zwischen den Aufgaben der Fachkommission Schule und der Gemeinde gibt oder nicht, da scheiden sich die Geister.

Ob es Überschneidungen zwischen den Aufgaben der Fachkommission Schule und der Gemeinde gibt oder nicht, da scheiden sich die Geister.

Bruno Kissling

Die Einführung der Geleiteten Schule hat das Aufgabengebiet der Fachkommission Schule (FKS), vormals Schulkommission, stark verändert. Nur noch wenige Gemeinden führen eine Kommission, die sich mit den Anliegen der Schulen beschäftigt. «Das Aufgabengebiet der FKS ist nicht klar definiert, dies führte wiederholt zu Missstimmungen zwischen FKS und Gemeinderat.»

Entscheidungen im Rat entgegen den Empfehlungen der FKS galten als fehlende Wertschätzung und führten zu grosser Unsicherheit und zu grundsätzlichen Fragen», erklärte Beat Künzli, SVP-Gemeinderat und Präsident der FKS. Diese habe sich in der Folge intensiv damit beschäftigt, ob das Weiterführen noch sinnvoll sei. Jedes Mitglied sei aufgefordert worden, die Vor- und Nachteile aufzulisten, und es sei auch die Meinung des Schulleiters Joël Eschmann einbezogen worden, führte Beat Künzli weiter aus. «Die Fachkommission Schule ist sich auch bewusst, dass letztlich die Verantwortung für Schulfragen bei der Schulleitung sowie beim Schulträger und somit beim Gemeinderat liegt.»

Die Vor- und Nachteile

Als Nachteile des Istzustands genannt werden Mehraufwand für die Schulleitung, Doppelspurigkeiten, wenig Kompetenzen und keine Entscheidungsbefugnisse, unklare Aufgabenzuteilung sowie lange Entscheidungswege. Die Vorteile sind Aufteilung der Aufgaben, Benennung von Arbeitsgruppen, Diskussionsmöglichkeiten für die Schulleitung, Möglichkeit zum Lösen kleinerer Probleme, Kommissionsmitglieder sind Ansprechpersonen von Eltern, Unterstützung und Beratung der Schulleitung, Zeitgefäss vorhanden für Fachdiskussionen und die Abdeckung von zusätzlicher Organisation wie Mittagstisch, Schularzt, Schulzahnarzt oder Hausaufgabenhilfe.

Schulleiter Joël Eschmann schätzt grundsätzlich die Zusammenarbeit mit der Fachkommission und kann von Arbeiten, Meinungen oder Gesprächen profitieren. Peter Dietschi (CVP), früher Präsident der Schulkommission, sagte: «Ich bin ein Verfechter der Kommissionsarbeit. Eigentlich sind die Vorgaben und Kompetenzen der Fachkommission Schule im Diagramm der Gemeinde klar definiert.»

Dieter Bruttel (FDP) hingegen plädierte dafür, die Fachkommission Schule aufzulösen. Diese sei ein «Zwitterding», es gebe oft Zusatzschlaufen, die unnötig seien. Ohne FKS sei die Aufgabe für die Schulleitung einfacher. Die Entscheid-Befugnisse lägen bei der Schulleitung oder dem Gemeinderat. Man könnte einen Gemeinderat benennen, der sich um die Schulbelange kümmert und den Schulleiter zu wichtigen Geschäften in die Sitzung des Gemeinderates einladen.

Nochmals überlegen

Auch Karin Büttler (FDP) würde aus ähnlichen Gründen eine Auflösung der Fachkommission Schule befürworten. Gemeindepräsident Edgar Kupper schlug vor, bevor über eine Auflösung entschieden wird, solle dem Rat der Weg aufgezeigt werden, wie es mit oder ohne Fachkommission weitergehen würde. Dieser Vorschlag obsiegte mit sechs Stimmen bei einer Enthaltung gegenüber dem Antrag von Dieter Bruttel (Auflösung der Fachkommission Schule), der zwei Stimmen vereinigte.

Sanierungsarbeiten Beim Gemeindezentrum: Heizanlage und Fenster werden erneuert

Die Budget-Gemeindeversammlung vom 8. Dezember 2014 stimmte dem Ersatz und der Erweiterung der Heizungsanlage im Gemeindezentrum (Wärmeverbund) und genehmigte einen Kredit von 480 000 Franken (samt Planungskredite 550 000 Franken). Der Gemeinderat vergab nun die Arbeiten für die Abgas-Anlage (Kamin) für 17 433 Franken an Müller Kamine AG, Ittigen, für die Wärmeerzeugungs-Anschlüsse/Expansion für 162 641 Franken an Alex Ackermann AG, Wolfwil, und für die Wärmeerzeugung Holz für 299 066 Franken an Schmid AG, Eschlikon TG. Die Arbeitsvergaben erfolgten jeweils an die preisgünstigste Anbieterin.

Für die Sanierung des Eingangsbereichs zum Gemeindezentrum steht ein Kredit von 26 000 Franken und für die Fenstersanierung im Mehrzweckgebäude ein Kredit von 28 000 Franken zur Verfügung. Der Rat stimmte dem Antrag der Kommission für öffentliche Bauten und Anlagen zu, je drei Offerten von Unternehmen aus der Region einzuholen.

Der frühere Gemeinderat Martin Eggenschwiler teilte dem Gemeinderat mit, dass er auf die kommende Generalversammlung als Vorstandsmitglied der Wohnbaugenossenschaft Laupersdorf demissionieren werde. In dieser Funktion wirkte er als Vertreter des Gemeinderates. Für die Nachfolge bestimmte der Gemeinderat einstimmig Kurt Koch (CVP-Gemeinderat).

Gemeindepräsident Edgar Kupper gratulierte der Seilerei Berger AG, Laupersdorf, zum Gewinn des Solothurner Unternehmerpreises. Diese Auszeichnung für habe den Gemeinderat sehr gefreut und man sei stolz auf diesen Familien-Betrieb. (rsl)