Bööggverbrennen

Wolfwiler Böögg blieb unversehrt und fiel um

Der Böögg wollte und wollte nicht brennen.

Der Böögg wollte und wollte nicht brennen.

Totgesagte leben länger. Dies gilt zumindest für den Böögg in Wolfwil, welcher nicht wie geplant in Flammen aufging, sondern unversehrt blieb und umfiel. Als Entschädigung bekam das Publikum ein Feuerwerk geboten.

Weil die Fasnacht in Wolfwil schon bessere Zeiten gesehen hat, sollte dieses Jahr die Verbrennung des Bööggs der Höhepunkt des närrischen Treibens werden, hatte Willi Kissling als Präsident der Fasnachtsgesellschaft verlauten lassen.

Den rund 200 Schaulustigen, welche sich am Dienstagabend am Schulweg einfanden, wurde dann auch wirklich etwas geboten. Allerdings im ersten Teil vor allem deshalb, weil sich der Böögg erfolgreich seinem Schicksal widersetzte.

Dem Böögg war nichts anzuhaben

Der von der Guggenmusik Bäseschränzer aufgeschichtete Holzhaufen verbrannte vor den Augen des Publikums, ohne dem zehn Meter hoch platzierten Böögg auch nur einem Moment gefährlich zu werden. Die verzweifelten Versuche der Bööggbauer, den mit 33 Kilogramm Knallkörpern gefüllten Cowboy vom Boden aus doch noch in Brand zu setzen, blieben erfolglos und endeten erst, als der Böögg zum Entsetzen aller Beteiligten umfiel.

Stefan Ackermann, der Pyrotechniker der Bäseschränzer, liess sich davon aber nicht beeindrucken und bot dem Publikum in der Folge ein tolles Feuerwerk, welches er in den Gäuer Himmel schoss.

Stoff für die Fasnacht 2016

Dass der Böögg dieses Jahr nicht verbrannte, interpretierte Willi Kissling auf seine Art: «Die Wolfwiler Fasnacht ist einfach nicht totzukriegen», meinte er mit einem Schmunzeln. Auch anwesende Mitglider der einheimischen Schnitzelbankgruppen Wöschwiber und Seichbämsle konnten dem ungewöhnlichen Ende der Wolfwiler Fasnacht etwas Positives abringen. Das biete Stoff für neue Verse an der Fasnacht 2016.

Erste Reime wurden vielleicht schon bei der Uslumpete in der «Eintracht» geschmiedet. «Dort nehmen wir auch Anlauf für die kommende Fasnacht, auch die ist im Dorf nicht totzukriegen», so Kissling.

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