Wolfwil
Gemeinsam gegen das Berufkraut

Die Umweltschutzkommission Wolfwil rückte am Samstag gegen Neophyten aus. Im Fokus das einjährige Berufkraut.

Fränzi Zwahlen
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Neophyten - Aktion auf dem Gemeindegebiet in Wolfwil: Gruppenbild der Helferinnen und Helfer.
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Ein Teil der ausgerissenen Neophyten wird abtransportiert.
So schön, aber doch so gefährlich: Einjähriges Berufkraut
Neophyten - Aktion in Wolfwil. v.l.n.r: Die Vizepräsidentin der Umweltschutzkommission Simone Kropf zusammen mit Luzia Niggli und Emma Studer.
Neophyten - Aktion auf dem Gemeindegebiet in Wolfwil am 17.07.2021
Martin Rauber, Neophyten-Beauftragter der Gemeinde und Ruedi Ackermann, im Gemeinderat zuständig für die Umweltschutzkommission beim aktiven Bekämpfen.
Das Einjährige Berufkraut.

Neophyten - Aktion auf dem Gemeindegebiet in Wolfwil: Gruppenbild der Helferinnen und Helfer.

Patrick Lüthy

Die Umweltschutzkommission Wolfwil hat zusammen mit der Bürgergemeinde nach längerer Zeit wieder einen Aktionstag zur Bekämpfung von Neophyten organisiert.

«Wir fanden, das Thema soll wieder einmal ins Bewusstsein gerückt werden»,

sagt dazu Martin Rauber, Neophyten-Beauftrager von Wolfwil. Rund 20 Personen fanden sich dann am Samstag um 9 Uhr morgens vor der Mehrzweckhalle ein und begannen, in zwei Gruppen eingeteilt, mit ihrer Arbeit. Das kamille-ähnliche einjährige Berufkraut muss vernichtet werden, entlang von Strassenrabatten, in Wiesen und vor allem auch an Waldrändern. In Wolfwil habe sich das einjährige Berufkraut besonders stark ausgebreitet, sagt Rauber.

Woher dieser Neophyt stammt und wieso er sich insbesondere in diesem Sommer so stark ausbreiten konnte, ist nicht bekannt, sagt Rauber. «Die Pflanze stammt ursprünglich aus Nordamerika. Sie ist für unsere einheimischen Pflanzenarten gefährlich, weil sie diese sehr schnell verdrängt.» Besonders auf mageren Flächen und Wiesen sei die Pflanze zu finden.

«Oft ist es dann auch die einzige Pflanze, die man auf einer solchen Wiese noch sehen kann, denn Kühe und Pferde fressen das Berufkraut nicht.»

Rauber und seine Mitstreiter sind vom Erfolg ihres Einsatzes überzeugt. «Klar können wir an so einem Morgen nicht alle Neophyten im Dorf ausmerzen. Doch eine solche Aktion hat auch eine Nachwirkung. Die Bewohner sehen uns und werden auf die Pflanze aufmerksam», sagt Rauber.

Gegen 11.30 Uhr kommen alle Neophyten-Bekämpfer wieder zurück zur Sammelstelle beim Mehrzweckgebäude. Jetzt ist es Zeit, eine Stärkung, gespendet von den Behörden, zu sich zu nehmen und ein paar Erfahrungen auszutauschen. «Wir sind stolz, dass sich so viele Helfer – trotz Ferienzeit – eingefunden haben, um unser Dorf von Neophyten frei zu machen», freut sich Martin Rauber.