Thal
«Wölfe – eine Herausforderung!?»: Ralph Manz klärt auf

An der 43. Generalversammlung der Interessengemeinschaft Naturschutz Thal (INT) blickte Präsidentin Corina Roth auf das vergangene Vereinsjahr zurück. Neben dem Thema «Wisent im Thal» war auch der Vortrag von Ralph Manz über «Wölfe – eine Herausforderung!?» ein interessantes Thema.

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Wölfe leben im Calanda-Gebiet.

Wölfe leben im Calanda-Gebiet.

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Was es bedeuten würde, wenn der Wolf im Jura auftauchen würde, erläuterte den über 50 interessierten Personen Ralph Manz mit seinem Vortrag «Wölfe – eine Herausforderung!?» Der Referent ging speziell auf die Lebensweise dieses Tieres und seine Bedeutung für Landwirtschaft und Jagd ein. Manz ist Projektmitarbeiter bei Kora (Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Raubtiere in der Schweiz).

In der Schweiz bereits heimisch

Tatsache ist, dass sich im Calanda-Gebiet bereits ein Rudel Wölfe niedergelassen hat, mit dem man sich gut arrangiert hat. Auch die Entschädigungsfrage bei Rissen ist durch den Bund geregelt. Aktuelle Forschungsthemen bei Kora sind etwa die Situation in der Schweiz, der Herdenschutz oder das Verhältnis Wolf-Mensch.

Im Moment leben in der Schweiz etwas über 40 Tiere, wie Manz erwähnte. Die scheuen Weitwanderer, welche in wenigen Wochen Hunderte von Kilometern zurücklegen können, stellten für den Menschen bei richtigem Verhalten (weder Fütterung noch Provokation) keine Gefahr dar.

Der Referent betonte, mit einer möglichst sachlichen und unaufgeregten Sichtweise, auch der Medien, könne man einer allfälligen späteren Rückkehr dieses Wildtiers beruhigt entgegensehen.

Zurück zur Generalversammlung der Interessengemeinschaft Naturschutz Thal: Neben der vom Verein Wisent Thal angestrebten Ansiedlung von Wisenten, beschäftigte sich der Verein im vergangenen Jahr auch mit den Massnahmen zu Hochwasserschutz und Revitalisierung der Dünnern in Herbetswil. Diese inspirierten die INT dazu, eine Aufwertung von weiteren Abschnitten der kanalisierten Dünnern mit einfachen Massnahmen (Störsteine, Buhnen, Raubäume) anzugehen.

Beim Amt für Umwelt des Kantons Solothurn, dem Naturpark und betroffenen Pächtern von Fischenzen stiess man damit auf offene Ohren. Ein Erfolg war die Abendexkursion vom Juni 2017 unter dem Motto «Aufwertung von naturnahen Weg- und Strassenrändern». Gute Erfahrungen zu diesem Thema im Kanton Baselland würden nun bereits auch im Kanton Solothurn Anwendung finden.

Zum Ehrenmitglied ernannt wurde Ursula Egli aus Matzendorf, die 37 Jahre für die Kasse für die INT führte. Zu ihrer Nachfolgerin wurde Andrea Hofmeier aus Balsthal gewählt. (mgt)

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