Oensingen
Wo sich Holzhüsli an Holzhüsli reiht – der Zibelimäret bringt dieses Jahr ein paar Neuerungen mit

Es ist soweit: Heute um 10 Uhr eröffnet der Zibelimäret. Bis kurz vor Beginn waren die Vereine mit dem Aufbau der Holzhäuschen beschäftigt.

Sarah Kunz
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n Oensingen werden noch die letzten Stände für den Zibelimäret vom kommenden Wochenende am neuen Standort aufgebaut. In diesem Jahr gibt es nur noch die traditionellen Holzhäuschen.

n Oensingen werden noch die letzten Stände für den Zibelimäret vom kommenden Wochenende am neuen Standort aufgebaut. In diesem Jahr gibt es nur noch die traditionellen Holzhäuschen.

Bruno Kissling

In diesem Jahr sind die Vorzeichen auf den Zibelimäret etwas versteckter. Sie lassen sich nicht mehr wie bis anhin auf der Hauptstrasse finden, sondern am neuen Marktstandort auf der Achse Zeughausstrasse–Mühlefeldstrasse–Kestenholzstrasse–Kronengasse. Und doch sind sie da: Bereits am Mittwochnachmittag waren die meisten der Stände aufgestellt.

Es handelt sich dabei um traditionelle Holzhäuschen. Mit diesen soll bewusst an frühere Zeiten erinnert werden, in denen die Zwiebel noch im Vordergrund stand und es keine moderneren Alternativen zu handwerklichen Holzständen gab. Das OK lege in diesem Bereich grossen Wert auf Gestaltung, meint OK-Präsident Max Keller. Bedeutet dies nun verglichen mit den Vorjahren für die Aufsteller einen Mehraufwand?

«Kam Vereinen sehr entgegen»

«Viele der Vereine hatten bereits eigene Holzhäuschen», sagt Keller. «Überraschend viele haben aber eines bei uns gemietet.» Insgesamt 14 Vereine lassen ihr Holzhäuschen vom Zibelimäret-OK und vom Werkhof aufstellen. «Die Vereine müssen dafür zwar 500 Franken zahlen, dafür haben sie aber keinen Aufwand beim Aufstellen», so Keller. «Das kam den meisten von ihnen sehr entgegen.»

Alleine mit dem Aufstellen der Hüsli ist die Arbeit jedoch noch nicht getan: «Wir haben die Aussteller aufgefordert, ihre Holzhäuschen mit Zibelizöpfen oder Kränzen zu schmücken.» Dafür habe der örtliche Kirchenchor, welcher seit den Anfängen des Märets stets selbst gemachte Zöpfe verkauft hat, extra einen Kurs angeboten. «Über 30 Besucher von Vereinen und Gewerblern waren da», erzählt der OK-Präsident begeistert. «So stirbt die Tradition nie.»

Keller überlegt kurz, meint dann aber, dass der Aufwand folglich insgesamt betrachtet kleiner geworden sei, auch wenn das Flechten der Zöpfe einige Stunden in Anspruch nahm. Vor allem aber Vereine mit jüngeren Mitgliedern hätten die Miet-Variante sehr geschätzt. «Das Aufstellen ist halt schon ein ‹Chrampf›. Das macht nicht jedem Spass», sagt Keller und lacht.

Stände aus Holz sind robuster

Die Holzhüsli haben übrigens noch einen weiteren wichtigen Vorteil: «Sie sind robuster als Partyzelte oder Marktstände», sagt Keller. «Weil diese nicht so wetterfest sind, bräuchte es dafür mehr Vorschriften.» Dieser Vorteil könnte für die Standbetreiber wichtig werden. Denn Petrus ist dem Zibelimäret nicht wohlgesinnt: Am Wochenende soll es zum ersten Mal seit Wochen wieder einmal regnen. «Das bereitet uns allen schon ein wenig Bauchschmerzen», gesteht der OK-Präsident. «Aber wir sind trotzdem sonnigen Gemüts.»

Dies auch im Hinblick auf die vielen Neuerungen. «Es herrscht eine gewisse Unsicherheit, wie der Märet an diesem neuen Standort wird», gibt Keller zu. Auch das OK sei etwas nervös. Bestimmt werde es hier und da Verbesserungen brauchen, schliesslich klappe nicht alles auf Anhieb perfekt. «Aber hinter diesem Konzept steckt sehr viel Arbeit, deshalb sind wir zuversichtlich», sagt Keller. «Sowieso warten wir jetzt das Wochenende ab. Dann sind wir schlauer.»