Die Baubewilligung liegt seit Oktober letzten Jahres vor, die Einsprachen sind bereinigt, die Erschliessungsstrasse in der Holinden ist längst fertig gebaut und der Plan der Swiss Nutrivalor AG war es, schon ab Ende dieses Jahres in Oensingen die Verarbeitung von Schlachtnebenprodukten aufzunehmen.

Vorerst mit rund 20 000 Tonnen Material aus Schweizer Schlachtbetrieben wird gerechnet, die pro Jahr verarbeitet bzw. tiefgefroren und in alle Welt versandt werden sollten. Dafür hat das zur Centravo Holding gehörende Unternehmen eine 20 Mio. Franken teure Anlage in Planung. Rund 36 Personen sollen beschäftigt werden.

Auflagen bringen mehr Aufwand

Doch jener Teil der 20 000 Quadratmeter grossen Wiese im Industriegebiet nahe der Autobahn, auf der das Gebäude mit einer Grundfläche von 5000 Quadratmetern zu stehen kommen soll, ist noch immer frei.

Warum diese Verzögerung? Hat sich die wirtschaftliche Situation negativ verändert und der Bau der Anlage ist abgesagt? «Nichts dergleichen ist der Fall», antwortet Georg O. Herriger, Kommunikationsverantwortlicher der Centravo Holding.

So, wie die Baubewilligung definitiv sei, so sei es auch der Entscheid für den Bau. «Die Verzögerung ist entstanden aufgrund des aufwendigen Vergabeverfahrens für die Bauarbeiten. Man spürt die Hochkonjunktur im Bausektor.»

Dabei spiele die Vorgabe der Gemeinde, die Parkplätze in den Untergrund zu verlegen, keine zu unterschätzende Rolle. Zur Erinnerung: Das Versenken der Parkplätze in den Untergrund geht auf eine Änderung in der Ortsplanungsrevision zurück, wonach Bauland – vereinfacht gesagt – nicht für Parkplätze verschwendet werden soll.

«Das Vorhaben ist dadurch nicht nur um zwei Millionen Franken teurer geworden, sondern auch um ein ganzes Stück aufwendiger. Nicht jeder Unternehmer kommt dafür infrage.» Jetzt sehe man aber klarer, sagt Herriger. Aber vor dem Monat Mai würden die Baumaschinen sicher nicht auffahren.