Balsthal
Wo Angehörige der Feuerwehr üben, Brände zu löschen

Das Interkantonale Feuerwehrausbildungszentrum auf dem ehemaligen Von-Roll-Gelände in Balsthal ist auf dem neusten Stand. Erhalten hat das Zentrum einen zweistöckigen Neubau. Aktuell sind noch die letzten, fast «kosmetischen» Arbeiten im Gange.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Rundgang durch das Interkantonale Feuerwehr Ausbildungszentrum IFA in Balsthal
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 In diesem neuen Gebäude sind eine Aula, Sitzungszimmer, sowie acht Schulungsräume untergebracht.
 In der Aula können 136 Personen Platz nehmen.
 Die Aula ist mit moderner multi-medialer Infrastruktur eingerichtet.
 Die Aula
 Eines der acht Klassenzimmer im ersten Stock.
 Die Klassenzimmer bieten in der Regel 12 Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern Platz.
 Ein Klassenzimmer
 So sieht es im Konferenzraum aus
 Die Toiletten sind rot
 Der Aufenthaltsraum
 Eine Zwei-Bett-Unterkunft
 Die Mensa
 Ende 2018 wird das noch im Bau befindliche neue Brandhaus fertiggestellt sein.
 Hier wird ein neues Brandhaus gebaut

Rundgang durch das Interkantonale Feuerwehr Ausbildungszentrum IFA in Balsthal

Hanspeter Bärtschi

Die letzten, fast «kosmetischen» Arbeiten rund um die neuen Schulungsräume des Interkantonalen Feuerwehrausbildungszentrums IFA in der Klus sind im Gange. Geschäftsführer Urs Kummer, seit 2007 im Amt, zeigt sich sehr zufrieden, während er durch die neuen Räume führt. «Zunächst planten wir, das ehemalige Gebäude der Von Roll, welches hier stand, zu sanieren. Doch es zeigte sich, dass ein Neubau günstiger kommt, und wir damit auch unsere Vorstellungen viel besser realisieren konnten.»

So hat man nun ein zweistöckiges Gebäude neu gebaut. Zwei ehemalige Von-Roll-Gebäude, die daran angebaut waren, wurden jedoch lediglich restauriert. In diesem neuen Gebäude sind nun eine Aula, einige Sitzungszimmer sowie acht Schulungsräume untergebracht. «In der Aula können 136 Personen Platz nehmen», erklärt Kummer. Sie ist mit moderner multi-medialer Infrastruktur eingerichtet. «Es war unser Wunsch, diese Aula so einzurichten, dass viele Arten von Veranstaltungen möglich sind. Der Raum wurde schon von Dritten gebucht», weist Kummer auf eine weitere Verwendung hin.

Im ersten Stock sind die Sitzungs- und Schulungsräume untergebracht. «Auch hier sind verschiedenste Nutzungen möglich», erklärt der Geschäftsführer. Wichtig sei, dass neben den üblichen Schulzimmern für die Feuerwehrkurse auch Projektgruppen oder der Verwaltungsrat ungestört tagen könnten. «Die Klassenzimmer bieten in der Regel zwölf Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern Platz.» Ebenfalls ist hier noch ein grosser Seminarraum zu finden, der rund 30 Plätze bietet. «Es wäre auch eine Konzertbestuhlung für 50 Personen möglich», weiss Kummer.

Auffallend ist, dass alle Gebäude des IFA mittlerweile eine identische Architektur und ein einheitliches Farbkonzept aufweisen. Generalplaner Itten Brechbühl Bern hat dies erarbeitet. Rot, Weiss und Aluminiumgrau sind die Primärfarben aller Gebäudeteile. Ebenfalls weisen alle Hinweisschilder ein identisches Design auf. Die Schulungsräume selbst sind mit modernster Technik für die Referenten ausgerüstet.

Die Feuerwehrkurse des IFA können zwischen einem Tag bis einer Woche dauern. Aus diesem Grund steht auch eine Unterkunft zur Verfügung. Einfache Doppelzimmer für insgesamt 44 Feuerwehrangehörige können gebucht werden. Zu besuchen ist auch eine Mensa, die 200 Plätze bietet.

Neues Brandhaus im Bau

Nachdem jetzt das Raumangebot für die Schulungen zur Verfügung steht, gehen die Verantwortlichen im Bereich Feuerwehrausbildung am brennenden Objekt wieder einen Schritt weiter. «Momentan bauen wir ein neues Übungsobjekt. Es ist das letzte Puzzleteil», so Kummer. Es handelt sich um ein weiteres mehrstöckiges «Brandhaus», in welchem Feststoffbrände, zum Beispiel Holz, simuliert und geübt werden können.

«Das Haus wird 17 Meter hoch werden und wird mit allem ausstaffiert, was beim Feuerwehreinsatz auch anzutreffen ist.» Ende 2018 soll dieses Gebäude fertiggestellt sein. Es sei wichtig, die Infrastruktur des IFA immer wieder den neuesten Herausforderungen an die Feuerwehr anzupassen, sagt Kummer.

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