Egerkingen

«Wissen den Eltern weitergeben»: Kinder setzten sich mit der Biodiversität auseinander

Der Experte erklärt das Insektenhotel, das seine Klasse gebaut hat.

Die Primarschule Egerkingen setzte sich intensiv mit den verschiedensten Aspekten der Biodiversität auseinander. Am Abschlusstag des Schuljahres präsentierten die Schülerinnen und Schüler die entstandenen Arbeiten ihren Eltern.

Start des Schulprojektes war ein Weiterbildungstag der Beratungsstelle Umweltbildung, an dem alle Lehrpersonen ihr Fachwissen zur Biodiversität vertieften und eine breite Palette an Themenvorschlägen und Unterrichtsmethoden kennen lernten. Danach wählten die Unterrichtsteams Themenschwerpunkte, die sie mit ihren Klassen mit Forschungsaufträgen draussen in der Schulumgebung umsetzten. Die Themenpalette reichte von der Nahrungsmittelproduktion im kleinen Schulgarten über präzise Erfassung der Vielfalt von Spinnen, Vögeln und Säugerspuren bis hin zur gezielten Aufbesserung der Schulumgebung mit Insektenhotel oder der Anpflanzung von einheimischen Blumen und Kräutern.

Reiche Erfahrungen gesammelt

Ein Lehrer fasste die Erfahrungen der Schule zusammen: «Wir alle haben mit Klassen nicht nur viel Wissen über die grosse Bedeutung und die Chancen der Biodiversität erarbeitet. Wir haben auch unseren Unterricht vermehrt auf die Lernenden und auf reale, konkrete Lernsituationen gerichtet, und mit dem gut besuchten Elternnachmittag konnten die Kinder ihr Wissen und ihre Anliegen auch den Eltern weitergeben.»

Im Anschluss an die Präsentation der verschiedenen biodiversitären Informationsposten trafen sich Eltern, Behörden und Lehrpersonen in der Turnhalle im Mühlemattschulhaus zur offiziellen Schulschlussfeier der Primarschule. Die Biodiversität war auch an diesem Anlass ein Thema, denn Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi erklärte dem Publikum mit einem Seilkreis den Wert der Natur und forderte das Publikum auf, der Tier- und Pflanzenwelt Sorge zu tragen.

43 Jahre als Kindergärtnerin tätig

Dann ging es an die Ehrung und Verabschiedung von Lehrpersonen und an die Verabschiedung der Sechstklässler, die nach den Sommerferien an der Oberstufe zur Schule gehen werden. Geehrt wurden Annemarie Berger für 15 Jahre Schuldienst in Egerkingen, Regula Langenstein für 20 Jahre und Markus Ruetsch für sage und schreibe 40 Jahre Unterricht an der Primarschule Egerkingen. Etliche Lehrpersonen gingen in Pension oder verliessen die Primarschule Egerkingen.

Célina Bühler und Stefanie Heizmann nach je einem Jahr Unterricht, Tanja Annaheim für vier Jahre und Franziska Schär für sechs Jahre Unterricht. Helen Rutz ging nach neun Jahren Unterricht in Egerkingen in Pension. Sylvia Mauron arbeitete gar 43 Jahre als Kindergärtnerin in Egerkingen. Schulleiter Andrea Portapia würdigte die grossen Verdienste von Mauron, ihre jüngsten Kindergartenkinder sangen eines ihrer Lieblingslieder.

Auch ihre Lehrerkollegen und Lehrerkolleginnen überraschten mit einem eigens getexteten Lied die «altgediente» Kindergärtnerin. Benjamin Rogger, ein ehemaliger Kindergärtner der Neupensionierten, erzählte Anekdoten aus dem Wirken von Sylvia Mauron. Als Geschenk gab es für die Jubilarin einen Wanderrucksack, gefüllt mit allem, was man auf einer Wanderung so braucht, vom Speckbrettli bis zum Regenschirm. Mit einem reichhaltigen Apéro spendiert von der Einwohnergemeinde Egerkingen, kredenzt von den Egerkinger Landfrauen, klang der Abend gemütlich aus. (mgt)

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