Wisen
Wisen will bessere Bedingungen für den Bus schaffen

Die Einmündung in die Ausserdorfstrasse soll verbessert werden. Ein Landabtausch soll die Platzverhältnisse verbessern.

Irma Looser
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Der Bus muss in Wisen bisweilen schwierige Wendemanöver vollziehen.

Der Bus muss in Wisen bisweilen schwierige Wendemanöver vollziehen.

Bruno Kissling

Die Wisner Gemeindebehörden suchen seit längerer Zeit nach einer Lösung für die Buswendeschlaufe im Bereich Gemeindehaus-Einmündung Ausserdorfstrasse. Die Busse müssen bei der Einmündung in die Ausserdorfstrasse den Vorplatz einer privaten Liegenschaft (ehemals Restaurant Krone) überfahren, und die Platzverhältnisse sind äusserst eng.

Erfreulicherweise bietet die Besitzerin des Parkplatzes der ehemaligen Krone nun Hand zu einem Landabtausch mit der Gemeinde. Unter der Voraussetzung, dass das Geschäft zustande kommt, wird die Gemeinde die Einmündung baulich anpassen, um das ungehinderte Einbiegen der Busse in die Ausserdorfstrasse zu ermöglichen, ohne privates Terrain zu tangieren.

Petition Busfahrplan

Im Januar haben zwei Initiantinnen beim Gemeinderat eine Petition eingereicht mit dem Anliegen, dass sich die Behörden für zusätzliche Buskurse einsetzen. Im Besonderen wird ein zusätzlicher Kurs zwischen 20 und 21 Uhr gewünscht. Die Petition wurde von insgesamt 193 Personen aus der Region unterzeichnet. Anzufügen ist, dass Petitionen nicht an das Stimmrecht und Mindestalter gebunden sind. Personen jeden Alters können Bitten an Behörden richten. Der Gemeinderat schätzt denn auch die aktive Mitwirkung am Gemeindewohl. Er ist auch stetig bestrebt, das Angebot für den öffentlichen Verkehr zu verbessern und den Bedürfnissen der Einwohnerschaft anzupassen.

Konkret auf die Petition bezogen, hat der Gemeinderat verschiedene Abklärungen bei den Busbetrieben (Bogg) und beim Kanton getroffen. Die jährlichen Kosten für einen täglichen Buskurs um 22 Uhr würden rund 45 000 Franken betragen. Diese Kosten müssten sich Wisen und Hauenstein-Ifenthal teilen. Zugunsten einer zusätzlichen Abendfahrt einen Kurs aus dem Tagesbetrieb zu streichen – wie von den Initiantinnen vorgeschlagen – ist nicht umsetzbar und würde zudem von anderen Nutzern auf der Linie 506 schlecht goûtiert.

Leider sprechen auch die Belegungszahlen auf der Buslinie Hauenstein-Wisen eine klare Sprache: Bei den geringen durchschnittlichen Belegungen sind zusätzliche Buskurse ein Anspruch, der schwer begründet werden kann. Es ist auch nicht zu erwarten und unrealistisch, dass bei vermehrten Verbindungen ein grosser Teil der Bevölkerung auf den Bus umsteigt. Wäre dies trotzdem der Fall, gäbe es in Anbetracht der Einwohnerzahlen von Wisen und Hauenstein-Ifenthal immer noch keine genügenden Auslastungen. Der Gemeinderat bittet die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Petition und die Bevölkerung um Verständnis, dass die hohen Kosten für einen täglichen, abendlichen Zusatzkurs die finanziellen Grenzen und Möglichkeiten der Gemeinden Wisen und Hauenstein-Ifenthal überschreiten. Der Rat setzt sich aber auf jeden Fall bei den sich bietenden Gelegenheiten für eine optimale Erschliessung durch den öV ein. Insbesondere wird er auch die Forderungen der Petition in die Fahrplanvernehmlassung 2015 einbringen, welche zurzeit läuft.

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