Dulliken

«Wir wollen der Natur mit der Baumpflanzaktion etwas zurückgeben»

Ikea-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter aus der ganzen Schweiz pflanzten Bäume im Gebiet Büchs am Nordhang des Engelbergs in Dulliken. Bis zum kommenden Frühling sollen es 2950 Bäume werden - ein Baum pro Mitarbeiter.

40 Jahre ist es her, seit der schwedische Möbelhersteller Ikea 1973 seine erste Filiale im aargauischen Spreitenbach eröffnete. Das Unternehmen beschäftigt mittlerweile 2950 Mitarbeitende in neun Filialen (nebst Spreitenbach sind dies Aubonne VD, Dietlikon ZH, Grancia TI, Lyssach BE, Pratteln BL, Rothenburg LU, St. Gallen und Vernier GE).

«Aus Anlass dieses Jubiläums hat die Geschäftsleitung beschlossen, eine nachhaltige Aktion durchzuführen und der Natur etwas zurückzugeben, denn wir brauchen viel Holz», erklärte der Kommunikationschef des Unternehmens, David Affentranger.

So sei man auf die Idee gekommen, irgendwo in der Mitte der Schweiz einen Mitarbeiterwald zu pflanzen. Die Mitarbeitenden sollen diesen Wald zusammen mit ihren Familien besuchen, und sie hätten auch die Möglichkeit in der Nähe zu grillieren. «In Dulliken haben wir ideale Bedingungen dafür gefunden», so Affentranger.

Rund 30 Mitarbeitende nahmen teil

Entsprechend versammelten sich heute Dienstagmittag 30 Mitarbeitende aus allen Ikea-Filialen beim Holzschopf der Bürgergemeinde Dulliken an der Wartburgstrasse und stärkten sich bei einem guten Mittagessen, bevor sie und die rund zehn freiwilligen Helfer, die die Bürgergemeinde gestellt hatte, sich unter der Führung von Revierförster Daniel Kleger zum Gebiet Büchs begaben.

Unterwegs brachte Kleger den Anwesenden einiges bei zum Begriff «nachhaltige Nutzung des Waldes»: Schutz-, Nutz und Wohlfahrtsfunktion gehören dazu. Auch der Umstand, dass per Forstgesetz aus dem Jahr 1900 so viel Wald nachgeforstet werden muss, wie zuvor abgeholzt wurde. Und sie erfuhren auch, wie der Kreislauf des Waldes funktioniert.

Beim Gebiet Büchs auf der Nordseite des Engelbergs, an der Grenze zu Starrkirch-Wil angekommen, hiess es für die Beteiligten: Hacken und Setzlinge fassen und unter der Anleitung der Dulliker Freiwilligen die Jungbäumchen in dem doch etwas steilen Gelände pflanzen. Es handelt sich um einen Hang, der in seinem Holzbestand verjüngt werden muss, wie Kleger erklärte.

Die Helferinnen und Helfer waren bereits am Morgen fleissig und hatten Vorarbeit geleistet, so dass die Ikea-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter noch rund 1000 Setzlinge pflanzen mussten, was diese in Rekordzeit – rund eine Stunde – schafften. «Die übrigen Setzlinge werden noch bis im kommenden Frühling folgen», versprach der Revierförster.

Nadel- und Laubwald

Auch wenn es die Ikea-Mitarbeiter heute Nachmittag ausschliesslich mit Rottannen-Setzlingen zu tun hatten, ist sie aber nicht die einzige Baumart, die im Büchs angepflanzt wird. Zwei weitere Nadelbaumarten – Weisstanne und Lärche – werden ebenso gezogen wie drei Laubbaumsorten (Ahorn, Eiche und Kirsche). «Das Bestockungsziel ist, dass wir je ungefähr zur Hälfte Nadel- und Laubholzarten im Büchs haben», so Kleger.

Die Ikea wird übrigens für diesen Hang für die nächsten zehn Jahre die Patenschaft übernehmen, will heissen: den Unterhalt der Bäumchen sponsern. Die Pflege erfolgt durch die Mitarbeiter des Forstreviers Werderamt. «Wenn der Sponsoringvertrag in zehn Jahren ausläuft, muss man wieder zusammensitzen und neu verhandeln», stellte der Revierförster in Aussicht. Zu den Kosten bemerkte er so viel: «Ein Baumsetzling kostet rund dreieinhalb Franken, bis er im Boden ist».

Und nach der Aktion bemerkte Daniel Kleger zu den Ikea-Mitarbeitenden: «Ich bin sehr mit Euch zufrieden, Ihr habt gute Teamarbeit geleistet». Nach weiteren Ausführungen auf dem Rückweg zum Holzschopf zu den Bereichen Waldverjüngung, Rohholzproduktion, Waldentwicklungsstufen und Problemen beim Produktionsverkauf wurde die rund drei Stunden dauernde Aktion beim gemütlichen Teil beendet.

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