Schönenwerd
«Wir sind in der Zwischenzeit mehr als nur eine Tagesstätte»

Das Familienzentrum Mosaik an der Oltnerstrasse 25 in Schönenwerd blickt auf sein dreijähriges Bestehen zurück. Um die Institution bekannter zu machen, planen Vorstand und Zentrumsleitung für Samstag, 1. März, einen Tag der offenen Tür.

Beat Wyttenbach
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Das Foto zeigt den Vorstand mit Pius Meier, Anja Nicol Brogle, Mirela Todorovic, Käthi Walde, Gabi Brüschweiler und Charlotte Shah sowie KiTa-Leiterin Selina Butscher und Zentrumsleiterin Evelyn Meier (v.l.).

Das Foto zeigt den Vorstand mit Pius Meier, Anja Nicol Brogle, Mirela Todorovic, Käthi Walde, Gabi Brüschweiler und Charlotte Shah sowie KiTa-Leiterin Selina Butscher und Zentrumsleiterin Evelyn Meier (v.l.).

Bruno Kissling

Begonnen hatte die Geschichte des Familienzentrums Mosaik vor bald vier Jahren, wie Präsidentin Käthi Walde erzählt: Die Idee des Elternforums Schönenwerd sei es ursprünglich gewesen, eine Kindertagesstätte im Dorf einzurichten. Dies habe sich im Übrigen auch mit den Legislaturzielen 2009/13 des damaligen Gemeinderates gedeckt.

Räumlichkeiten gefunden

«Zunächst galt es, geeignete Räumlichkeiten zu finden», berichtet Aktuarin Gabi Brüschweiler, «Frau der ersten Stunde», von den Anfängen. In der Liegenschaft an der Oltnerstrasse 25 sei man dann fündig geworden. «Wir haben uns drei Monate vor der Eröffnung am 1. März 2010 eingemietet und die Räume in viel Handarbeit renoviert. Auch Jugendliche haben mitgeholfen, die uns mit Malerarbeiten unterstützten», so die Aktuarin. Zudem habe man das ganze Betriebskonzept auf die Beine stellen müssen, was viel Arbeit bedeutet habe.

«Während eines intensiven Arbeitssamstags der Vorbereitungsgruppe kristallisierte sich auch der Name für das Familienzentrum heraus: Mosaik steht für Vielfalt. Wir wollten nicht einfach nur eine KiTa sein, sondern auch Kurse für Eltern anbieten und Anlaufstelle für die Eltern aus dem Dorf sein», unterstreicht Brüschweiler. Die KiTa, der Mittagstisch sowie die Mütter- und Väterberatung hätten von Anfang an existiert, später seien die Zusammenarbeit mit der Stiftung Arkadis und mit der Offenen Jugendarbeit im unteren Niederamt (OJuN) sowie der Eltern-Kind-Treff hinzugekommen.

Auch ein Mittwochnachmittagsprogramm habe man später zusammen mit dem Elternforum und dem Kulturpunkt auf die Beine gestellt. Die Waldspielgruppe wird ab Mai wieder an zwei Vormittagen angeboten. Momentan läuft einfach eine Gruppe am Freitagmorgen; dies sei das jüngste Angebot. Und ganz neu fänden auch Treffen im Altersheim statt, wo sich die Generationen begegnen können. «Aber dieses Projekt ist erst im Aufbau», ergänzt KiTa-Leiterin Selina Butscher.

Abwechslungsreicher Alltag

Die KiTa-Leiterin veranschaulicht denn auch, wie man sich den Alltag im Familienzentrum so vorstellen soll. «Am Morgen werden die Kinder bei uns abgegeben, bis 9 Uhr sind die beiden Gruppen komplett», erzählt sie. Konkret sind dies die Sternenkinder (zwischen drei Monaten und zwei Jahren) und die Sonnenkinder (zwischen zwei Jahren und dem Eintritt in den Kindergarten). Es folgen Aktivitäten drinnen und draussen, so zum Beispiel auf dem Spielplatz gleich hinter dem Haus oder im Bally-Park; dies nach dem «Znüni».

Gegen 12 Uhr wird zu Mittag gegessen, nun kommen auch die Kindergärtler und Schüler dazu, sie bilden die Mondgruppe. Danach ist für die Kleinsten Mittagsruhe so bis um 14.30 Uhr angesagt, währenddem die Kindergärtler und Schüler wieder zur Schule gehen oder Hausaufgaben machen. Es folgen weitere Aktivitäten mit Spielen drinnen und draussen, und so um 16.30 Uhr werden die ersten Kids wieder abgeholt. Um 18.15 Uhr dann schliesst das Familienzentrum seine Türen. Evelyn Meier hat die Zentrumsleitung inne, nebst KiTa-Leiterin Selina Butscher kümmern sich eine eigene Köchin und fünf Betreuerinnen (zwei ausgebildete Gruppenleiterinnen, zwei Praktikantinnen und eine Lernende im ersten Lehrjahr) um die Kleinen.

Mittlerweile werden zwischen 40 und 50 Kinder im «Mosaik» betreut. Gestartet ist man lediglich mit fünf bis sechs. «Wir haben mit viel Engagement begonnen, vielleicht etwas zu enthusiastisch», bemerkt die Präsidentin. Doch nun habe sich das Zentrum auch dank der wohlwollenden Haltung der Gemeinde und des Kantons etabliert. Dafür verantwortlich ist im Übrigen der ganze Vorstand mit Käthi Walde (Präsidentin), Pius Meier (Personelles), Anja Nicol Brogle (Elternvertreterin), Gabi Brüschweiler (Aktuarin), Charlotte Shah (Vertreterin Gemeinderat) und Mirela Todorovic (Beisitzerin).

Tag der offenen Tür

Wohin bewegt sich das Familienzentrum nun? «Nach diesen drei Jahren können wir keine Fördergelder seitens des Bundes mehr beziehen. Wir sind also auf externe Fördermitglieder angewiesen; Spendengelder sind immer herzlich willkommen. Beispielsweise mit verschiedenen Sponsoring-Ideen sind wir auf der Suche nach neuen Partnern», erklärt die Präsidentin.

Um das dreijährige Bestehen zu feiern und die Institution noch etwas bekannter zu machen, ist für Samstag, 1. März ein Tag der offenen Tür geplant. «Es gibt einen Apéro. Das Haus steht zur Besichtigung offen, es werden auch Führungen durch die Räumlichkeiten im Parterre und im Obergeschoss vorgenommen. Und anhand von Präsentationen stellen wir die einzelnen Gruppen vor», stellt die KiTa-Leiterin in Aussicht. Von 10 bis 13 Uhr kann man sich also ein eigenes Bild vom Familienzentrum «Mosaik» machen, das inzwischen tatsächlich mehr ist als «bloss» eine Tagesstätte.

www.familienzentrum-mosaik.ch