Da waren sich alle Anwesenden einig: Das Hallenbad in Balsthal muss erhalten bleiben, Sanierung und Attraktivierung sollen es auf Erfolgskurs bringen. Mit Baujahr 1973 ist es in die Jahre gekommen, eine umfassende Sanierung drängt sich ohnehin auf.

Interesse am Podiumsgespräch

An die zwanzig Personen, darunter auch Gemeindepräsident Roland Stampfli, fanden sich auf Einladung der CVP-Ortspartei zum Podiumsgespräch unter der Leitung von Philippe Ebener im Bürgerkeller in Balsthal ein. Sie liessen sich eingehend über die drei Varianten orientieren (wir berichteten).

Markus Hophan von der Probading Beratung für Bäder in Zumikon erläuterte die Variante 2, die eine umfassende Sanierung der Anlage und eine attraktive Angebotserweiterung vorsieht. «Das Bad muss kundenfreundlich, unternehmerisch und wirtschaftlich betrieben werden. So kann die Zukunft gesichert werden», erklärte Hophan und stellte den Vergleich mit dem Hallenbad Bauma an.

Nino Joller, Präsident der Arbeitsgruppe Hallenbad, zeigte deutlich den Handlungsbedarf auf: «Die Besucherzahlen und somit die Einnahmen gingen stetig zurück, der Nettoaufwand steigt. Bauliche Mängel sind aufgetreten. Zudem muss die Wasserqualität verbessert werden.»

«Hallenbad ist ein Bedürfnis»

Fabian Müller, Mitglied der Arbeitsgruppe Hallenbad, zeigte auf, dass mit einer sanften Renovation und Kosten von 730 000 Franken der Betrieb für die nächsten zehn Jahre wohl gesichert sei, das Problem aber nicht gelöst werde.

In der Diskussion wies Rita von Burg als Lehrerin auf die grosse Bedeutung des Bades für die Schuljugend hin: «Wir brauchen weiterhin ein Lehrschwimmbecken, denn da lernen unsere Kinder schwimmen.»

Verena Bussmann unterstützte sie dabei: «Alle Kinder müssen schwimmen lernen. Die Gemeinde muss das Bad sanieren und erhalten.» Auf keinen Fall schliessen, forderte auch Marcel Bläsi, der sich bereits mit einer Unterschriftensammlung für das Hallenbad starkgemacht hatte. Nicht nur investieren, sondern auch bewirtschaften, forderte Fredy Bieli. Nur so könne der Kostendeckungsgrad verbessert werden. Eine Betriebskommission sei deshalb erforderlich, die für die Bewirtschaftung von Hallenbad und Schwimmbad Moos zuständig ist, verlangte Jürg Hafner.

Finanzen entscheiden

CVP-Präsident Pierino Menna wies auf die schwierige Finanzlage der Gemeinde hin, die das Projekt Hallenbad gefährden könnte: «Die Kosten laufen aus dem Ruder, eine Steuererhöhung drängt sich nach der Ablehnung im letzten Jahr erneut auf.» Der Gemeinderat wird das Geschäft weiter behandeln und für die Budgetgemeindeversammlung im Dezember traktandieren. Die Kosten für Sanierung und Attraktivierung belaufen sich auf 1,663 Mio. Franken, wobei aus dem Sportfonds des Kantons ein Beitrag von 20 Prozent zu erwarten ist.